Klinsmann knallhart

US-Nationalspieler Fabian Johnson (im Bild rechts im Zweikampf gegen den Mexikaner Miguel Layun) bekam den Zorn seines Nationalspielers Jürgen Klinsmann zu spüren. Bild: dpa

Der stark in der Kritik stehende US-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann greift durch. Er schickte den Gladbacher Fabian Johnson vorzeitig von der Nationalmannschaft zurück nach Deutschland.

US-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann verzichtete im Testspiel am Dienstag in Harrison/New Jersey gegen Costa Rica überraschend auf Fabian Johnson. Klinsmann schickte den Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach am Montag (Ortszeit) vorzeitig zurück nach Deutschland. "Ich habe harte Worte mit ihm gewechselt und ihm gesagt, dass er seine Einstellung zum Team überdenken soll", begründete der ehemalige Fußball-Bundestrainer die Maßnahme.

Johnson, der nach einem Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel erst am 23. September sein Bundesliga-Comeback gegeben hatte, wurde am Samstag bei der 2:3-Niederlage nach Verlängerung im Endspiel um die Teilnahme am Confederations Cup 2017 gegen Mexiko nach 111 Minuten ausgewechselt. Zuvor hatte der 27-Jährige seinem Trainer Klinsmann signalisiert, muskuläre Probleme zu haben.

"Er sagte, er könne nicht mehr und habe Angst, sich zu verletzen. Aber er war in dem Moment nicht verletzt", sagte Klinsmann. Durch den dritten und letzten Wechsel hatte der Schwabe sein Auswechselkontingent erschöpft. Eigentlich hatte Klinsmann vor, für ein mögliches Elfmeterschießen Torwart Brad Guzan gegen Ersatzmann Nick Rimando zu tauschen, der als Elfmeter-Spezialist gilt.

"In einer solchen Situation sind es oft kleine Sachen wie diese, die den Unterschied ausmachen", sagte Klinsmann. Letztlich kam es nicht zum Elfmeterschießen, da Paul Aguilar in der 118. Minute mit einem unhaltbaren Volleyschuss das 3:2 für Mexiko erzielte.
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