Knappe 1:2-Niederlage im Halbfinal-Hinspiel bei Juventus Turin - Cristiano Ronaldo wieder ...
Gute Ausgangsposition für Real Madrid

Die Juve-Spieler Claudio Marchisio, Torwart Gianluigi Buffon und Giorgio Chiellini (von links) bejubeln den 2:1-Sieg gegen Real Madrid. Im Rückspiel reicht den Königlichen aber schon ein 1:0 zum Einzug ins Finale. Bild: dpa
Real Madrid hat seine Chance auf den Einzug ins Finale der Champions-League in Berlin gewahrt, braucht im Rückspiel gegen Juventus Turin aber eine deutliche Leistungssteigerung. Der Titelverteidiger und Fußball-Weltmeister Toni Kroos verloren beim italienischen Meister am Dienstagabend mit einer wechselhaften Leistung 1:2 (1:1). "Wir haben nicht gut angefangen, nicht gut verteidigt, den Ball zu wenig gehalten", kritisierte Kroos bei Sky die Leistung seines Teams.

Im Rückspiel am 13. Mai in der spanischen Hauptstadt reicht den Königlichen schon ein 1:0-Erfolg, um weiter von der ersten erfolgreichen Titelverteidigung träumen zu dürfen. "Zu Hause werden wir nach vorne spielen, wir müssen aber Geduld haben", erklärte Kroos. Die Leistung dürfte den anderen beiden Halbfinalisten FC Barcelona und FC Bayern vor deren erstem Duell am Mittwoch aber wenig Angst eingeflößt haben.

James Rodríguez, der das zwischenzeitliche 1:1 des insgesamt blassen Cristiano Ronaldo vorbereitete, rechnet fest mit dem Weiterkommen der Madrider. "Mit der Unterstützung der Fans zu Hause werden wird das schaffen. Wir haben eine große Qualität." Laut Opta kam Real nach einer Niederlage im Halbfinal-Hinspiel aber noch nie ins Endspiel. Alvaro Morata hatte Juventus früh in Führung gebracht (9.), bevor Ronaldo (27.) ausglich. Carlos Tevez besorgte den 2:1-Endstand (58./Foulelfmeter). "Wir sind da und wollen dieses Finale, wir werden bis zum Schluss alles dafür geben", sagte Turins Altstar Andrea Pirlo und forderte für die Partie in acht Tagen im Estadio Santiago Bernabéu: "In Madrid müssen wir die gleiche Überzeugung und Entschlossenheit zeigen."

In den Anfangsminuten drückte der frisch gekürte italienische Meister aufs Tempo. Die schnell nach vorne spielenden Hausherren verdienten sich das 1:0 durch Moratas zweiten Champions-League-Treffer. Der Juve-Angreifer, der im vergangenen Sommer von Real zu Juve gekommen war, drückte einen abgewehrten Schuss von Tevez über die Linie. Der fünffache Welttorhüter Iker Casillas sah in dieser Situation unglücklich aus.

Die Madrilenen, bei denen Weltmeister Sami Khedira nicht zum Kader gehörte, hatten große Schwierigkeiten mit den aggressiv attackierenden Turinern. Das gefürchtete Sturmduo Ronaldo und Gareth Bale trat nicht in Erscheinung. Bis zur 27. Minute: Ronaldo köpfte einen Heber von Rodríguez zum 1:1 ins Tor. Es war sein neunter Treffer in der laufenden Saison der Königsklasse und der 76. insgesamt. Damit übernahm der Portugiese in der ewigen Torjäger-Liste die alleinige Führung vor Lionel Messi, der am Mittwoch mit dem FC Barcelona gegen den FC Bayern München nachziehen kann. Nach der Pause machte Tevez mit einem verwandelten Foulelfmeter den Juve-Sieg perfekt.
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