Kohlschreiber in München ganz souverän - Murray spielt Doppel
Zverevs Angriff abgewehrt

Alexander Zverev verlor das deutsch-deutsche Duell gegen Philipp Kohlschreiber. Bild: dpa
Deutschlands bester Tennisprofi Philipp Kohlschreiber hat auch in seinem zweiten Spiel des ATP-Turniers von München eine souveräne Vorstellung gezeigt und damit das Viertelfinale erreicht. Im Generationen-Duell mit dem 13 Jahre jüngeren Alexander Zverev aus Hamburg setzte sich der Routinier in knapp 63 Minuten mit 6:2, 6:4 durch. "Das war schon ein Prestigematch, wo man sich selber zeigen will, dass man mit der Erfahrung doch noch eine gute Klasse hat", sagte Kohlschreiber, der sich "gar nicht mit der absoluten Power, aber der Raffinesse" seiner inzwischen 31 Jahre durchgesetzt habe.

Mit Wildcard in München

Gegen den talentierten Tennis-Youngster, der mit dem Halbfinal-Einzug 2014 am Hamburger Rothenbaum für Furore gesorgt hatte und dank einer Wildcard in München starten durfte, reichte Kohlschreiber ein solider Nachmittag ohne größere Patzer. "Ich habe fast jeden Ballwechsel bestimmt", erinnerte sich der Augsburger.

Unerzwungene Fehler

Zverev unterliefen indes etliche unerzwungene Fehler, die den 18-Jährigen im Laufe der Partie aus dem Konzept brachten. Als er im zweiten Satz sein drittes Break der Partie zum 1:2 hinnehmen musste, haute er auf dem Weg zur Bank dreimal wütend den Schläger auf den Boden des Centre Courts. Das Racket aber blieb heil - nicht einmal das klappte bei ihm. "Ich kann das nachvollziehen", sagte Kohlschreiber, "er hat sich sicherlich viel vorgenommen. Aber wenn er weiter so geil auf Tennis ist, wird er seinen Weg gehen."

In der Runde der besten acht Spieler am Aumeisterweg trifft Kohlschreiber auf den an Nummer vier gesetzten Belgier David Goffin, der gegen Simone Bolelli aus Italien 7:6 (7:5), 6:7 (4:7), 6:1 siegte.

Neben Kohlschreiber ist Alexander Zverevs älterer Bruder Mischa der einzig noch verbliebene Deutsche von ursprünglich sieben Startern im Hauptfeld. Der 27-Jährige steht allerdings vor der wohl größten Hürde im Turnier, nämlich dem topgesetzten Andy Murray. Der Olympiasieger und Weltranglisten-Dritte aus Schottland hatte in der ersten Runde ein Freilos und spielte am Mittwoch Doppel. Einen starken Start in das Turnier erwischte der nach Murray am höchsten eingestufte Spanier Roberto Bautista Agut, der Radek Stepanek aus Tschechien 6:0, 6:3 abfertigte.
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