Kommentar zu systematischem Doping
IOC muss Zeichen setzen

Die "härtest möglichen Sanktionen" hat IOC-Chef Thomas Bach angekündigt. Nach einer so unverblümten Ansage bleibt den Wächtern der olympischen Idee nicht mehr viel Spielraum. Alles andere als ein Ausschluss des russischen Sports von den Olympischen Spielen 2016 käme einer Rolle rückwärts gleich.

Dabei sind Kollektivstrafen, das weiß auch Bach, nie der Weisheit letzter Schluss. Den einen oder anderen unschuldigen Sportler um die Früchte seiner Arbeit zu bringen, entspricht nicht dem Geist der olympischen Charta. Und doch muss das IOC ein Zeichen setzen. Der systematische Betrug durch offizielle, staatliche Sportorgane ist nicht nur an Dreistigkeit kaum zu überbieten. Er hat die Glaubwürdigkeit des olympischen Sports massiv beschädigt. Bei so viel krimineller Energie helfen keine lauwarmen Strafen, sondern nur knallharte Sanktionen.

Viel Zeit bleibt Russland nicht, um Lehren zu ziehen. Die Winterspiele im Februar 2018 in Pyeongchang stehen quasi vor der Tür.

alfred.schwarzmeier@derneuetag.de
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