Kommentar zur Fußball-EM
Die Europameisterschaft kann endlich beginnen

Schlusspfiff im Spiel gegen die Nordiren - jetzt kann die EM beginnen. Das Vorgeplänkel Gruppenphase ist auch für Jogis Jungs vorbei. Gegen Nordirland haben sich die Deutschen beim Chancen-Festival ein bisschen freigespielt, doch Zweifel bleiben.

Im Gegensatz zu 2014 hat der Bundestrainer vor allem einen engeren Kader. Die Rücktritte der Führungsleute Philipp Lahm, Per Mertesacker und Miro Klose schlagen jetzt erst richtig durch. Auf einige wie Lukas Podolski, Emre Can oder die Jungspunde Julian Weigl und Leroy Sané scheint er nicht zu setzen. Stärker als befürchtet wirkt sich auch das Fehlen des Dortmunder Elements aus: Mit Marco Reus und Ilkay Gündogan böten sich weitere taktische Varianten. Hinzu kommt, dass sich Thomas Müller trotz seines besseren Spiels am Dienstag anscheinend zur EM eine kleine Auszeit nimmt.

Doch die Chancen auf den Titel sind unverändert intakt. Der Abgesang vieler in Deutschland nach den ersten zwei Spielen kam wieder einmal zu früh. Acht Weltmeister hatte Löw in der Startelf gegen die Nordiren. Die haben schon bewiesen, zu welch' außergewöhnlichen Leistungen sie fähig sind. Und man braucht sich nur einmal das Vereinsregister des deutschen Mittelfelds gegen die Nordiren anschauen: Real Madrid, Juventus Turin, Bayern München, Arsenal London und Manchester United. Nicht schlecht, oder? So schnell wird's dann doch nicht vorbei sein. Im Gegenteil: Es geht erst richtig los.

josef.maier@derneuetag.de
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