Kostenplanung nächster Schritt

Der Chef der Hamburger Senatskanzlei, Christoph Krupp (links), und Sportsenator Michael Neumann posierten am Dienstag mit einem ersten Plan für ein mögliches Olympia-Gelände. Bild: dpa

Nach dem ersten Jubel müssen Hamburgs Olympia-Planer in den nächsten Wochen die Kostenplanung für die Kandidatur für Sommerspiele 2024 aufstellen. Einen Termin für ein Referendum gibt es noch nicht. Berlin schließt das Kapitel Olympia vorerst.

Müde, aber zugleich auch erleichtert und kämpferisch gab sich Sportsenator Michael Neumann am Tag nach der Empfehlung des DOSB-Präsidiums für Hamburg als Olympia-Kandidat 2024. Sobald sich die DOSB-Mitgliederversammlung am Samstag entschieden habe, "werden wir die entsprechenden Gutachten und Kostenschätzungen in Auftrag geben und transparent der Öffentlichkeit vorlegen", sagte der SPD-Politiker am Dienstag im Rathaus. Der Bürgerentscheid werde im Herbst stattfinden, ein Termin sei aber wegen der Gesetzesänderung noch ungewiss.

Bund sagt Unterstützung zu

In Berlin sicherte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) der Hansestadt volle Unterstützung für das Olympia-Konzept zu: "Für Olympia sind wir ab heute alle Hamburger." Auf seine ganz eigene Art jubelte derweil Alt-Rocker Udo Lindenberg in der "Bild": "Das ist der Hammer für Hammaburg! Wäre prima, wenn wir hier internationale Action kriegen."

Das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hatte sich am Montag gegen Berlin und für die Hansestadt ausgesprochen. Die endgültige Entscheidung über den deutschen Bewerber, der am 15. September beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) für die Ausrichtung der Sommerspiele benannt werden muss, trifft am Samstag die DOSB-Mitgliederversammlung in Frankfurt. Dass diese den Empfehlungen des Präsidiums folgt, gilt als sicher.

Berlin hakt Bewerbung ab

In der Hauptstadt spielten Olympia-Überlegungen dagegen für lange Zeit keine Rolle mehr, stellte Innen- und Sportsenator Frank Henkel (CDU) im RBB-Inforadio klar. Zwar bleibe er überzeugt vom eigenen Konzept. Nach dem nationalen Aus Berlins für 2024 schloss er eine erneute Bewerbung der Hauptstadt für 2028 aber kategorisch aus.

Fußball-Idol Uwe Seeler brachte unterdessen Wimbledon-Sieger Michael Stich als Kandidaten für das Gesicht der Bewerbung ins Spiel. "Michael ist absolut prädestiniert dafür", sagte die HSV-Legende. Der Tennis-Altstar hatte bei der Party in der O2 World am Montagabend sein Interesse bekundet, eine größere Rolle in den Planungen zu spielen.
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