Kreisliga: Trio mit weißer Weste

Der SV Steinmühle (gelbe Trikots) gewann am Freitagabend beim FC Tirschenreuth mit 1:0. Während die Gäste mit dem ersten Saisonsieg ihr Punktekonto ausglichen, warten die Kreisstädter weiter auf den ersten Dreier. Bild: Gebert

Der VfB Arzberg sowie die Bezirksliga-Absteiger TSV Thiersheim und SpVgg Wiesau führen die Tabelle der Kreisliga Süd mit der optimalen Ausbeute von sechs Zählern an. Das Trio feierte am zweiten Spieltag jeweils den zweiten Sieg. Hinten wartet ein Quartett noch auf den ersten Zähler.

Tirschenreuth. (gb) Am Freitagabend wurde in der Kreisliga Süd der erste Teil der Doppelrunde ausgetragen, der zweite folgt am Sonntag. Der VfB Arzberg (1./6 Punkte) fertigte Neuling FSV Tirschenreuth (12./1) mit 6:1 ab und übernahm die Tabellenführung. Mit derselben Tordifferenz (+6) folgt der TSV Thiersheim (2./6), der das Duell der Ex-Bezirksligisten beim FC Rehau (9./3) mit 2:1 gewann. Auch die SpVgg Wiesau (3./6) hat nach dem mühsamen 2:1-Erfolg gegen den TSV Waldershof (13./0) weiterhin eine weiße Weste.

FC 0:1 gegen Steinmühle

Nicht in Tritt kommen der FC Tirschenreuth (11./1) und der letztjährige Vizemeister TSV Konnersreuth (14./0). Nach dem mühsamen 2:2 im Stadtderby beim FSV verloren die Kreisstädter am Freitag ihr erstes Heimspiel gegen den SV Steinmühle (10./3) mit 0:1. Andreas Reichl erzielte schon nach zwölf Minuten das entscheidende Tor. Konnersreuth kassierte nach dem 2:3 zum Auftakt gegen Arzberg die zweite Niederlage. Die Mannschaft des neuen Trainers Mario Gebhard unterlag bei der SpVgg 13 Selb (6./4) mit 0:1.

Vier Teams ohne Punkt

Neben dem TSV Waldershof und dem TSV Konnersreuth sind auch der ATSV Tirschenreuth (15./0) und der SC Mähring (16./0) noch ohne Punkt. Die Kreisstädter warten nach der 0:4- Heimpleite gegen den TV Selb-Plößberg (8./3) sogar noch auf den ersten Treffer. Die im Vorjahr eigentlich sportlich abgestiegenen Mähringer unterlagen den Sportfreunden Kondrau (4./4) mit 1:2. Wie Kondrau und Selb 13 haben auch der FC Lorenzreuth (4./4) und der SV Mitterteich II (7./4), die sich am Freitag torlos trennten, vier Punkte auf dem Konto.

FC Tirschenreuth       0:1 (0:1)       SV Steinmühle
Tor: 0:1 (12.) Andreas Reichl - SR: Philip Hohberger (ATS Selbitz) - Zuschauer: 140

(wga) Die Gäste bestimmten anfangs das Geschehen und zeigten sich ballsicherer. Beim frühen Führungstor konnte sich Kaiser gegen drei heimische Abwehrspieler durchsetzen und aufs Tor schießen. Den Pfostenabpraller brauchte Reichl nur mehr über die Linie zu drücken. Erst nach einer halben Stunde kamen die Platzherren besser ins Spiel, und die Torchancen häuften sich. Vujtech und Kratochvil verpassten mehrmals bei Kopfbällen das Tor und Gästekeeper Schwägerl musste zwei Mal beherzt eingreifen. Nach dem Seitenwechsel dominierte der FC und drängt nun vehement auf den Ausgleich. Drei Mal innerhalb weniger Minuten brachten die Gastgeber aus nächster Nähe den Ball nicht über die Torlinie. Die Gäste, die nun Schwerstarbeit in der Abwehr leisten mussten, hatten nur eine Konterchance, bei der Tobias Seitz den Pfosten traf. Pech hatten auch die Einheimischen mit dem Pfostenkracher in der letzten Minute.

ATSV Tirschenreuth       0:4 (0:2)       TV Selb-Plößberg
Tore: 0:1 (4.) Ergün Aydinli, 0:2 (45.) Ergün Aydinli, 0:3 (60.) Metin Yilmaz, 0:4 (62.) Ergün Aydinli - SR: Ronan Richter (Münchberg) - Zuschauer: 97 - Gelb-Rot: (88.) Pavel Hromir (ATSV)

(nls) Praktisch mit dem ersten Angriff gingen die Gäste in Führung. Statt sich aufzubäumen, gab der ATSV das Zepter vollkommen aus der Hand und überließ Selb das Spiel. Die Gäste verwalteten das Ergebnis und kamen immer wieder zu gefährlichen Möglichkeiten. Von den Gastgebern war in der ersten Halbzeit absolut nichts zu sehen. Die logische Folge war kurz vor der Halbzeit das 2:0 für den TV. Wer dachte, nach der Pause werde der ATSV besser, täuschte sich gewaltig. Es spielte nur eine Mannschaft und das war Selb-Plößberg. Von der Heimelf war weiterhin nichts zu sehen, es war ein Klassenunterschied erkennbar. Mit dem 0:4-Endstand konnte der ATSV sogar noch gut leben, wobei die Gäste nur noch das Nötigste taten. Nach 180 Minuten Spielzeit hatte der ATSV noch keine nennenswerte Torchance - das sollte zu denken geben!

VfB Arzberg       6:1 (4:1)       FSV Tirschenreuth
Tore: 1:0 (6.) Sebastian Lindner, 2:0 (15.) Sebastian Lindner, 3:0 (20.) Rachid Benker, 4:0 (24.) Rachid Benker, 4:1 (29./Foulelfmeter) Matthias Prandl, 5:1 (49.) Patrik Sinkule, 6:1 (55.) Sebastian Lindner - SR: Thorsten Fischer (ATS Hof/West) - Zuschauer: 100 - Gelb-Rot: (22.) Michael Weiß (FSV) - Rot: (86.) Baris Gürer (VfB)

(rwa) Der VfB knüpfte nahtlos an die Leistung vom vergangenen Wochenende an und ließ den Gästen nicht den Hauch einer Chance. Von Beginn an übernahmen die Hausherren das Kommando und ließen Ball und Gegner laufen. Ehe sich die Gäste versahen, stand es bereits 4:0. Mit der Gelb-Roten Karte für Weiß kam vorübergehend etwas Unordnung in die Reihen der Heimelf und so kam der Gast durch einen berechtigten Foulelfmeter zum Anschlusstreffer. Mit Beginn der zweiten Halbzeit schaltete der VfB wieder einen Gang höher und erhöhte auf 6:1. Die letzte halbe Stunde verwalteten die Arzberger, die eine geschlossene Mannschaftsleistung boten, nur noch das Ergebnis.

SpVgg Wiesau       2:1 (1:0)       TSV Waldershof
Tore: 1:0 (36.) Martin Brunner, 2:0 (69./Foulelfmeter) Martin Brunner, 2:1 (81.) Manuel Riedl - SR: Christopher Schunk (Kulmbach) - Zuschauer: 120

(mvo) Im ersten Heimspiel nach dem Abstieg aus der Bezirksliga erspielte sich die SpVgg zwar ein optisches Übergewicht, die Entschlossenheit vor dem Tor war aber nicht immer vorhanden. Das junge Waldershofer Team agierte diszipliniert und kompromisslos und versuchte damit, das Spiel der Heimelf zu zerstören, was bis zur 36. Minute auch gelang. Nach einer schnellen Aktion aus dem Mittelfeld heraus brachte Torjäger Brunner die SpVgg in Front. Die Gäste hatten bis dahin fast keine Offensivaktion. Nach der Halbzeit das gleiche Bild: Die SpVgg versuchte nach vorne zu spielen, aber zu ungenau und hektisch. Es dauerte bis zur 69. Minute, ehe Brunner per Foulelfmeter auf 2:0 erhöhte. Danach versuchte Waldershof mit aller Macht, das Blatt noch zu wenden. Es reichte aber nur noch zum Anschlusstreffer von Riedel in der 81. Minute. In der Schlussminute trafen die Gäste die Querlatte. Die SpVgg erkämpfte sich diesen Arbeitssieg, mehr aber nicht.

FC Lorenzreuth       0:0       SV Mitterteich II
SR: Udo Fritzsch (1. FC Trogen) - Zuschauer: 100

(sdm) In einer über die gesamte Spielzeit intensiven Auseinandersetzung trennten sich beide Mannschaften mit einem leistungsgerechten Unentschieden. Beide Teams hatten einige Möglichkeiten, die Partie für sich zu entscheiden. Im ersten Abschnitt war der Gast feldüberlegen, doch die größeren Möglichkeiten hatte Lorenzreuth durch Rühl und Küspert. In der zweiten Hälfte ein ähnliches Bild mit wenigen Möglichkeiten. Die Landesliga-Reserve traf zwei Mal aus der Distanz die Latte, während Schraml und Schneider auf der Gegenseite das Ziel knapp verpassten. Als auf beiden Seiten die Kräfte nachließen, öffneten sich mehr Räume, doch der Siegtreffer wollte keiner Mannschaft gelingen.

SpVgg 13 Selb       1:0 (1:0)       TSV Konnersreuth
Tor: 1:0 (6.) Armin Maisel - SR: Tim Michel (SV Steinwiesen) - Zuschauer: 110 - Rot: (78.) Oliver Schicker (TSV) Schiedsrichterbeleidigung - Gelb-Rot: (89.) Bernard Zucker (Selb)

(apö) Eine starke Vorstellung der "Dreizehner", die allerdings bis zur letzten Minute um die drei Punkte zittern mussten. Was nicht am amtierenden Vizemeister aus Konnersreuth, sondern an der mangelnden Chancenverwertung der Hausherren lag. Die frühe Führung durch Maisel mussten die Selber teuer bezahlen. Der Torschütze verletzte sich ohne gegnerische Einwirkung schwer am Knie und musste ausgewechselt werden. Beide Mannschaften legten ein hohes Tempo vor. Mehr Torgefahr strahlten dabei die Selber aus. Auch nach der Halbzeit hatten die Rogler-Schützlinge alles im Griff, versäumten es aber, den zweiten Treffer nachzulegen. Konnersreuth verzeichnete bis in die Schlussphase hinein keine Tormöglichkeit. Erst als der TSV alles nach vorne warf, wurde es noch einmal brenzlig vor dem Tor der Selber.
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