Langläufer senden Lebenszeichen
Skilanglauf

Lahti.(dpa) Der deutsche Langlauf ist doch nicht so schlecht, wie er sich bei den Weltmeisterschaften in Falun dargestellt hat. Bereits eine Woche nach den Titelkämpfen sorgten zumindest die Damen beim Weltcup im finnischen Lahti für einen Hoffnungsschimmer. Nachdem im Freistil-Sprint Denise Herrmann erstmals in dieser Saison ein Finale erreicht hatte und Fünfte geworden war, überraschte über 10 Kilometer klassisch Victoria Carl. Das "Küken" belegte einen beachtlichen siebten Rang im Feld der fast vollständig versammelten Weltelite. Beide Siege gingen an Norwegens Superstar Marit Bjørgen.

Die 19-jährige Carl staunte selbst über die Leichtigkeit ihres Lahti-Auftrittes. Denn die Junioren-Weltmeisterin aus Zella-Mehlis hatte auch in Falun ein großes Programm bestritten, was so vorher gar nicht geplant war. Nun setzte sie ein erstes Achtungszeichen.

Für Ullrich war der Auftritt ein weiteres Argument dafür, dass die Zukunft der Thüringerin im Langlauf liegen sollte. Denn Carl spekuliert nach wie vor mit einem Wechsel zum Biathlon. Und das, obwohl sie ihre Stärken eindeutig im klassischen Stil hat, der im Biathlon nicht gelaufen wird.

Im Herren-Bereich ist Jonas Dobler das Pendant zu Carl. Auch wenn er ein Top-Ergebnis bisher nicht vorweisen kann. Doch er läuft momentan beständig in die Punkte, war über 15 Kilometer als 21. bester Deutscher. Den Weltcup-Sieg in Lahti holte sich der Italiener Francesco de Fabiani. Im Sprint hatte sich der Norweger Eirik Brandsdal durchgesetzt, dessen Landsmann Martin Johnsrud Sundby wiederholte den Gesamtweltcup-Erfolg des vergangenen Jahres.
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