Leverkusen im Vorteil

Hakan Calhanoglu schlurfte mit Badeschlappen an den bloßen Füßen durch die Katakomben der BayArena. Gelöst und locker, allerbester Stimmung, ein kleines Lächeln im Gesicht. Der entscheidende Mann des 1:0 (0:0)-Sieges gegen Spaniens Meister Atlético Madrid wusste: Die Werkself kann auch K.-o.-Begegnungen in der Königsklasse für sich entscheiden. Für Calhanoglu war sein Treffer in der 57. Minute, mit der Hacke wundervoll aufgelegt von Karim Bellarabi, "eine Befreiung. Ich habe alles rausgelassen".

Nicht nur der 21-jährige Calhanoglu ließ vor den 29 079 Besuchern alles raus. Die gesamte Werkself agierte gegen den Vorjahresfinalisten mit einer positiven Aggressivität und einem unbändigen Erfolgswillen: So stellt sich Trainer Roger Schmidt den Power-Fußball vor, den seine Mannschaft im Nach-WM-Jahr in der Liga nicht immer zu zeigen imstande war. "Das war auf höchstem Niveau", kommentierte Schmidt die erfolgreiche Europacup-Reifeprüfung, die im Rückspiel mit dem Viertelfinaleinzug gekrönt werden soll. Aber nicht nur Schmidt warnte: "Es ist nichts entschieden. Es war ein erster Schritt, es war hart und wird nun noch härter."

"Leverkusen hat jetzt den Vorteil", meinte Atlético-Chefcoach Diego Simeone, der im Rückspiel zudem auf zwei Stars verzichten muss: Der Portugiese Tiago (Gelb-Rot) und der Uruguayer Diego Godin (Gelb) sind am 17. März gesperrt.
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