Leverkusen nach 2:1 in St. Petersburg nahezu im Achtelfinale - Starke zweite Hälfte
Son mit dem Doppelpack

Karim Bellarabi (Mitte) feiert den doppelten Torschützen Heung-Min Son (links). Die Leverkusener holten in Russland einen wichtigen Sieg. Bild: dpa
Von Krämpfen geschüttelt nahm Matchwinner Heung-Min Son die Glückwünsche seiner Teamkollegen entgegen. Mit seinem ersten Doppelschlag in der Champions-League zum 2:1 (0:0)-Sieg bei Zenit St. Petersburg brachte der Südkoreaner Bayer Leverkusen dem Einzug ins Achtelfinale ganz nahe. "Es war wichtig, hier drei Punkte zu holen. In der zweiten Halbzeit sind wir besser ins Spiel gekommen", sagte der zweifache Torschütze, der zunächst nach einer Freistoßvariante traf (68.) und dann ein Solo erfolgreich abschloss (73.). Erst in der 89. Minute konnte Salomon Rondón vor 17 010 Zuschauern für Zenit verkürzen. Im Heimspiel am 26. November gegen AS Monaco können die Leverkusener das Weiterkommen nun vorzeitig perfekt machen.

"In der zweiten Halbzeit haben wir das richtig gut gemacht und verdient gewonnen. Die, die heute gespielt haben, haben ihre Sache hervorragend gemacht", lobte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler die Mannschaft, die sich allerdings erst nach einer Kabinenansprache von Coach Roger Schmidt in der Pause steigerte. Bis dahin hatte die Werkself nach ihren enttäuschenden Darbietungen in Magdeburg und Hamburg auch im dritten Auswärtsspiel binnen sechs Tagen nicht zu ihrer spielerischen Linie gefunden. Die mit einem Durchschnittsalter von 24 Jahren bisher jüngste Bayer-Mannschaft in der Champions-League ließ es häufig an der Abstimmung fehlen. Doch auf die Vollstrecker-Qualitäten von Son war Verlass. Mit zehn Pflichtspieltoren ist der Asiate in dieser Saison genauso erfolgreich wie Stefan Kießling.

Notgedrungen hatte Coach Schmidt sein Team nach der Gelb-Rot-Sperre für Wendell und dem Ausfall von Kyriakos Papadopoulos umbauen müssen. Hakan Calhanoglu agierte zusammen mit Lars Bender als "Doppel-Sechs", der 18-jährige Julian Brandt bildete gemeinsam mit Karim Bellarabi und Son die offensive Reihe hinter dem meist abgemeldeten Kießling in der Spitze.
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