Leverkusen nur 0:0 bei Benfica Lissabon - Kaum Chancen für die Werkself
Bayer trostlos auf Platz zwei

Leverkusens Roberto Hilbert (rechts) im Kopfballduell mit Ola John. Die Nullnummer bei Benfica Lissabon reichte Bayer nicht, um Gruppenerster zu werden. Bild: dpa
Mit einer trostlosen Darbietung hat Bayer Leverkusen den Gruppensieg in der Champions-League doch noch aus der Hand gegeben. Zwei Wochen nach dem 0:1 gegen AS Monaco musste sich die Werkself am Dienstagabend mit einem enttäuschenden 0:0 bei Benfica Lissabon zufriedengeben und fiel nach dem zweiten vergebenen Matchball in der Gruppe C auf den zweiten Platz hinter die Monegassen zurück. Damit droht Bayer bei der Achtelfinal-Auslosung am Montag ein ganz dicker Brocken. Vor nur rund 10 000 Zuschauern im Estadio da Luz blieb der Bundesliga-Vierte den Nachweis internationaler Klasse vor allem in der Offensive schuldig. Der verärgerte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler sprach bereits zur Halbzeit im TV-Sender Sky von der "schlechtesten Leistung" seiner Mannschaft in der Königsklasse. In der 90. Minute sah Ömer Toprak zu allem Überfluss Gelb-Rot.

Drei Tage nach dem kräftezehrenden Bundesliga-Spiel beim FC Bayern (0:1) setzte Bayer-Coach Roger Schmidt mit fünf Veränderungen im Team voll auf Rotation und verzockte sich damit gründlich. Denn die Umbaumaßnahmen des Trainers gingen vor allem in der Defensive auf Kosten von Harmonie und Spielverständnis. Roberto Hilbert und Sebastian Boenisch, für Tin Jedvaj und Wendell ins Team gekommen, sahen häufig nur die Hacken ihrer Gegenspieler. Auch Kapitän Simon Rolfes, der für den angeschlagenen Lars Bender auf der Sechser-Position zum Zuge kam, war nicht der erhoffte Stabilisator.

Kruse ein Totalausfall

Im Sturm blieb der für Stefan Kießling aufgebotene Edelreservist Josip Drmic einmal mehr den Nachweis schuldig, ein echter Vertreter für den Bayer-Torjäger zu sein. Gar ein Totalausfall war Robbie Kruse, der anstelle von Heung-Min Son in der Startelf stand. Die von Schmidt für den Gruppensieg geforderte "konzentrierte Leistung" blieb die Werkself über weite Strecken schuldig.

Die nach dem bereits feststehenden Vorrunden-K.-o. mit einer B-Auswahl angetretenen Portugiesen wirkten frischer und spritziger. Mit Julian Brandt für den schwachen Kruse kam im zweiten Durchgang endlich mehr Schwung in die Aktionen der Gäste, die im Abschluss allerdings weiter harmlos blieben.
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