Leverkusen schon mit einem Punkt zufrieden
Jede Menge Arbeit in St. Petersburg

Mit müden Beinen, reichlich Frust und einem weiteren personellen Rückschlag ist Bayer Leverkusen zum Champions-League-Spiel bei Zenit St. Petersburg aufgebrochen. Im Abschlusstraining wenige Stunden vor dem Abflug verletzte sich Kyriakos Papadopoulos am Montag und konnte die Reise nach Russland nicht antreten. Der griechische Defensivspezialist muss nach einer erneuten Schulterluxation sogar operiert werden und fällt für den Rest des Jahres aus. "Das ist ganz bitter für Papa", kommentierte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler.

Das Missgeschick von Papadopoulos vergrößert die Sorgen von Trainer Roger Schmidt. Weil auch Stefan Reinartz, Gonzalo Castro und Kapitän Simon Rolfes verletzt sind, war die Gelsenkirchener Leihgabe in St. Petersburg eigentlich fest auf der "Doppel-Sechs" neben Lars Bender eingeplant. "Das ist ein Rückschlag", sagte Stürmer Stefan Kießling.

"Die Umstände sind für uns nicht ideal", meinte auch Trainer Roger Schmidt vor der Partie am Dienstag, 4. November (18 Uhr/Sky) , in der einstigen Zarenstadt, wo schon winterliche Temperaturen um null Grad Celsius herrschen. "Wenig Pause, der Wetterumschwung, die Reisestrapazen und weiterhin einige Ausfälle: Es ist nicht so, dass es für uns eine einfache Arbeit wird." Angesichts der widrigen Umstände wäre Schmidt sogar "mit einem Punkt zufrieden".

Das mit viel Glück erst im Elfmeterschießen gewonnene Pokalspiel am Mittwoch in Magdeburg kostete viel Kraft, das 0:1 am Samstag beim Hamburger SV zerrte an den Nerven und offenbarte einige Schwächen. "Wir haben unseren Fußball nicht auf den Platz gebracht, wir waren als Mannschaft nicht geschlossen und haben unsere Linie verloren", analysierte Schmidt.

Das Hinspiel gegen den russischen Vizemeister und aktuellen Tabellenführer der Premjer-Liga hatte die Werkself mit 2:0 gewonnen. "Ich glaube, dass wir in St. Petersburg mit einer stärkeren Zenit-Mannschaft rechnen müssen als es in Leverkusen der Fall gewesen ist", warnte Bayer-Vereinschef Michael Schade. Er ist sich mit seinem Coach einig: "Zenit war bei uns nicht so gefährlich, weil wir fantastisch verteidigt haben und super organisiert waren. So eine Topleistung wird wieder notwendig sein."
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