Leverkusen will sich in Madrid für Champions-League-Viertelfinale qualifizieren
Endlich für Furore sorgen

"Wir haben noch gar nichts erreicht", warnt Bayer-Trainer Roger Schmidt vor zu viel Euphorie. Trotz des 1:0-Hinspielsieges sieht er seine Mannschaft in Madrid in der Außenseiterrolle. Bild: dpa
Bayer Leverkusen will endlich mal wieder richtig für Furore sorgen. "Es fehlt mal ein Kracher, den man uns nicht zutraut", sagte Vereinschef Michael Schade vor dem Achtelfinal-Rückspiel der Champions-League am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) bei Atlético Madrid. Der erste Viertelfinaleinzug nach 13 Jahren "wäre ein solcher positiver Ausreißer", bei dem keiner den Bundesliga-Werksclub auf der Rechnung hätte. "Das wäre ein Traum."

Nach den Achtelfinal-Knockouts 2005, 2012 und 2014 stehen die Chancen auf ein Weiterkommen gegen den spanischen Fußball-Meister und Champions-League-Finalisten des Vorjahres nicht schlecht. Im Hinspiel gelang ein 1:0, das den Auftakt zu einem Bayer-Erfolgslauf mit fünf Pflichtspielsiegen und 11:0 Toren bildete.

"Das gibt uns ein sehr gutes Gefühl. Deshalb können wir in Madrid mit viel Selbstvertrauen spielen", sagte Mittelfeldlenker Hakan Calhanoglu, dem das Siegtor im Heimspiel gelungen war. "Ich denke, dass wir auch auswärts gute Karten haben." So sieht es auch Stürmer Josip Drmic, dem zuletzt beim 4:0 gegen den VfB Stuttgart ein Doppelpack gelang. "Im Hinspiel haben wir es sensationell hinbekommen", meinte er. "Das 1:0 ist ein Vorteil für uns. Wenn wir in Madrid noch ein Tor schießen, dann viel Spaß Madrid!"

Bayer-Cheftrainer Roger Schmidt warnt allerdings vor Übermut. "Wir haben noch gar nichts erreicht, nur ein Endspiel in Madrid und sind weiter Außenseiter", sagte er. Im Estadio Vicente Calderon erwartet er ein ganz anderes Auftreten der Spanier, die sich nach dem 0:1 nicht verschanzen können wie in Leverkusen: "Bei uns hat Atlético ergebnisorientierten Fußball gespielt. Nun können sie die Zeit nicht einfach runterlaufen lassen, sondern müssen kommen."

Um im Champions-League-Geschäft zu bleiben - das Erreichen der nächsten Runde bringt weitere rund fünf Millionen Euro ein -, muss das Team nach Ansicht von Schade ein "großes Spiel abliefern". Allerdings erwartet er, dass die Madrilenen mit allen Finessen und Tricks um das Weiterkommen kämpfen werden: "Sie werden kratzen, beißen, treten, provozieren." Deshalb ist eine mögliche Rückkehr von Lars Bender auf die Sechser-Position eminent wichtig. Der genesene Nationalspieler signalisierte beim Abflug am Montag Einsatzbereitschaft.

Achtelfinale, Rückspiele

Dienstag, 17. März, 20.45 Uhr

Atlético Madrid - Leverkusen 0:1 Monaco - FC Arsenal 3:1

Mittwoch, 18. März, 20.45 Uhr

FC Barcelona - Manchester City 2:1 Dortmund - Juventus Turin 1:2

Bereits im Viertelfinale:Real Madrid, FC Porto, FC Bayern, Paris St. Germain
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