Lewandowski rechtzeitig in Top-Form

Auf Robert Lewandowski ist derzeit Verlass: In den letzten acht Ligaspielen traf der Pole neunmal. Jetzt hofft der FC Bayern, dass der Mittelstürmer auch im Champions-League-Viertelfinale für Münchener Tore sorgt. Bild: dpa

Neun Tore in den letzten acht Ligaspielen: In Abwesenheit von Robben und Ribéry startet Lewandowski beim FC Bayern richtig durch. Trainer Guardiola rühmt den Hauptdarsteller beim 3:0-Sieg gegen Frankfurt.

Über sein schönstes Tor für den FC Bayern mochte Robert Lewandowski keine großen Worte verlieren. "Tor ist Tor, egal wie und wann", bemerkte der Pole nur, dem beim 3:0 gegen Eintracht Frankfurt ein wundervoller Volleytreffer gelungen war, auch wenn er dabei hauchdünn im Abseits stand. Für einen Vollblutstürmer wie Lewandowski zählt vor allem die Torquote, und die passt jetzt auch in München: 25 Spiele, 16 Tore. Der 26 Jahre alte Angreifer trifft nach einiger Anlaufzeit mittlerweile auch im Bayern-Trikot am Fließband - wie früher im schwarz-gelben Dortmunder Dress.

Harmlose Eintracht

Lewandowski war der Hauptdarsteller eines Spiels, in dem den Bayern das Siegen nur drei Tage nach dem Pokal-Kraftakt von Leverkusen erstaunlich leicht gemacht wurde. "Wir haben kein Zutrauen gehabt, um den Gegner zu fordern", gestand Eintracht-Coach Thomas Schaaf.

Seit Samstagabend kreisen bei den Bayern alle Gedanken aber um den FC Porto. Und pünktlich zum Viertelfinal-Hinspiel in der Champions-League am Mittwoch in Portugal tritt Lewandowski aus dem übergroßen Schatten der kaum ersetzbaren Einzelkönner Arjen Robben und Franck Ribéry heraus. "In der entscheidenden Phase haben wir den bestmöglichen Lewandowski. Das ist wichtig", rühmte Guardiola den Mittelstürmer.

Neun Tore hat der Pole in den letzten acht Bundesliga-Partien erzielt. Der Torschützenkönig der Vorsaison liegt nur noch drei Treffer hinter dem führenden, aber verletzten Frankfurter Alexander Meier (19 Tore). Das 1:0 gegen Frankfurt riss die 75 000 Zuschauer in der Münchener Arena förmlich von den Sitzen. Ein Lupfer über den Gegenspieler, dann ein krachender Volleyschuss ins lange Eck - grandios (15. Minute). Beim 2:0 staubte der Pole mit dem Kopf ab (66.). "Es wäre cool, wenn ich mindestens 20 Tore schießen würde", bemerkte Lewandowski zum Liga-Endspurt und dem Kampf um die Torjäger-Kanone.

Thomas Müller, der das 3:0 beisteuerte (82.), würde sich jedoch noch weitaus mehr über Lewandowski-Tore auf Europas Fußballfeldern freuen. "Er soll lieber die Champions-League-Torjägerkanone holen, dann sähe es auch da gut für uns aus." Drei Treffer stehen für Lewandowski im laufenden Wettbewerb bislang zu Buche, eine ausbaufähige Quote. In Porto könnte Ribéry nach seiner Fußverletzung wieder als Joker zur Verfügung stehen. Auch auf eine Rückkehr von Bastian Schweinsteiger hoffen die Bayern.
Weitere Beiträge zu den Themen: FC Bayern (6867)Lea (13792)April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.