Lisicki und Görges sollen Russland schlagen
Rittner verblüfft

Mit einer riskanten Personal-Rochade hat Bundestrainerin Barbara Rittner vor dem Fed-Cup-Halbfinale in Russland überrascht. Für die beiden Auftakt-Einzel am Samstag verzichtet die deutsche Teamchefin auf ihre nominellen Spitzenspielerinnen Andrea Petkovic und Angelique Kerber.

Stattdessen sollen in der Adler-Arena von Sotschi die zuletzt wiedererstarkten Sabine Lisicki als Nummer eins und völlig unerwartet auch Julia Görges für die ersten Punkte der deutschen Tennis-Damen sorgen. "Es war natürlich eine schwierige Entscheidung, aber Jule und Sabine haben hier sehr gut trainiert und aus gutem Grund gutes Selbstvertrauen", sagte Rittner in der Eislaufhalle der Olympischen Winterspiele von 2014.

Schon während der Trainingseinheiten unter der Woche war Petkovic und Kerber die Müdigkeit anzumerken. Erst in der Nacht auf Mittwoch waren sie nach ihrem knapp sechswöchigen USA-Trip in Sotschi eingetroffen. So liegt der Druck am Samstag (13 Uhr MESZ/Sat.1 Gold und www.tennis.de) auf Lisicki und der "selbst etwas überraschten" Görges. Vor allem aber auf Rittner. Nach der Absage der russischen Top-Spielerin Maria Scharapowa gilt ihr Team als favorisiert auf den zweiten Final-Einzug nacheinander. Sollte Rittners Schachzug jedoch schiefgehen und Deutschland nach den Partien Görges (Bad Oldesloe/63.) gegen Swetlana Kusnezowa (24.) und Lisicki (Berlin/19.) gegen Anastasia Pawljutschenkowa (38.) womöglich sogar mit 0:2 in Rückstand geraten, weiß die Teamchefin um die drohende Personaldebatte.
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