Lockerer FC Bayern beim 4:0 gegen Paderborn - Götzes Scherze mit der Presse
Sieg passt zur Stimmung

Mario Götze (rechts), zweifacher Torschütze für den FC Bayern, entkommt dem Paderborner Moritz Stoppelkamp im Laufduell. Bild: dpa
München. (doz) Nein, auch die Dopingkontrolle konnte Mario Götze die gute Laune nicht verderben. Paderborn 4:0 geschlagen, die Tabellenspitze übernommen und selbst zwei Tore geschossen. Der 22-Jährige war sogar zu Scherzen aufgelegt.

Erst eine halbe Stunde vor Mitternacht kam Götze in die Mixed-Zone. Die ausharrenden Journalisten ließ er wissen: "Ich muss weiter, echt." Aber er stellte sich den Fragen. Alles nur Spaß. Auch der gerade vorbeieilende Pep Guardiola war gut drauf und mahnte seinen Doppeltorschützen mit einem Lächeln: "Sprich gut über deinen Trainer."

Das tat Götze dann auch. Zu seinem eigenen Auftritt sagte er außerdem: "Wenn man sieht, wie viel Chancen ich hatte, hätte ich noch das ein oder andere Tor mehr machen können." Aber Hauptsache er treffe wieder. Nicht der einzige Grund, wieso er an diesem Abend zufrieden war: "Ich glaube, dass wir grundsätzlich ein gutes Spiel gemacht haben. Das waren wir uns selbst auch schuldig, nach dem Spiel gegen Hamburg." Zur Diskussion, ob er denn in München angekommen sei, meinte der Ex-Dortmunder: "Ich fühle mich angekommen - auch schon seit langer Zeit. Ich bin sehr, sehr glücklich."

Besonderes Erlebnis

Glücklich war nach dem Spiel auch André Breitenreiter. "Es ist eine Ehre, hier sitzen zu dürfen", sagte er auf der Pressekonferenz. Auch die Tatsache einer 0:4-Niederlage änderte nichts an der Gemütslage. Aber der Paderborn-Trainer wusste diese richtig einzuschätzen, schließlich habe man "gegen eine der weltbesten Mannschaften" gespielt: "Es war ein toller Sieg einer tollen Mannschaft." Der wünschte er alles Gute in der Champions-League und sagte Richtung Guardiola: "Haut zu Hause alle weg, damit wir nicht die einzigen bleiben." Für seine Spieler jedenfalls sei es ein besonderes Erlebnis gewesen, in der Allianz-Arena aufzulaufen - also gegen die Bayern.

Denn in der vergangenen Saison war Breitenreiter schon einmal in der Landeshauptstadt zu Gast. Damals spielte Paderborn gegen den TSV 1860 München vor 20 000 Zuschauern und das Stadion präsentierte sich in seinem blauen Gewand. Das sei für den Ex-Bundesliga-Spieler Motivation genug gewesen, wiederzukehren und gegen den FCB anzutreten. Seine Jungs hätten am Dienstag im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles. Der Lohn: Laut Breitenreiter ging es gestern für Spieler und Verantwortliche für ein paar Stunden auf die Wiesn.

Pep Guardiola hielt sich bei der Pressekonferenz wesentlich kürzer. Er erkannte Fortschritte im Bayern-Spiel: "Ich denke, wir haben verbessert gespielt." Deshalb sei er zufrieden, vor allem vor dem Hintergrund der "müden Beine" seiner Spieler.

Auch Arjen Robben, der nach überstandenen muskulären Problemen wieder in der Startelf stand, passte sich der Idylle an. Beim Warmmachen tunnelte er einen trachtentragenden Goaßlschnalzer - also einer, der mit einer Art Peitsche Knallgeräusche hervorruft. Den Sieg schätzt er wie folgt ein: "Wir wollten ein Zeichen setzen, es ging gegen den Tabellenführer". Er freue sich, dass die Bayern endlich mal wieder ein Spiel mit mehr als einem Tor Unterschied gewonnen hätten und fügte an: "Wir haben noch Luft nach oben." Am Samstag treffen die Bayern in Köln, auf den nächsten Aufsteiger.
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