"Löwen" fassungslos

Vergeblich bemühten sich die "Löwen" im Heimspiel gegen Erzgebirge Aue, einen Mitkonkurrenten im Abstiegskampf abzuschütteln. Korbinian Vollmann, hier im Dreikampf mit Rico Benatelli und Patrick Schönfeld, kommt auch nicht zum erfolgreichen Abschluss. Bild: dpa

Die heimische Arena bleibt für den TSV 1860 weiter verflucht - nach dem 0:1 im Kellerduell gegen Aue rangieren die Münchner nur noch einen Zähler vor dem Relegationsrang. Trainer Fröhling demonstrierte dennoch Zweckoptimismus.

Auch nach der nächsten bitteren Heimniederlage im Kampf um den Klassenverbleib bemühte sich Torsten Fröhling, seinen TSV 1860 München starkzureden. "Wir sind enttäuscht, aber nicht entmutigt", meinte der Trainer des Fußball-Zweitligisten, der beim 0:1 (0:1) am Ostersonntag gegen den direkten Rivalen Erzgebirge Aue einmal mehr vor eigenen Publikum gepatzt hatte. Ein Punkt trennt die "Löwen" sieben Spieltage vor Schluss nur noch vom Relegationsrang 16, auf den die Sachsen klettern konnten. "Ein Sieg wäre ein großer Schritt gewesen", bedauert Fröhling.

"Wir sind enttäuscht, auch ein bisschen fassungslos, dass wir dieses Spiel verloren haben", gab Kapitän Christopher Schindler zu. Den Treffer vor 20 300 Zuschauern erzielte Romario Kortzorg schon in der fünften Minute. Mit erst zwei Erfolgen im eigenen Stadion bleibt der TSV das schlechteste Heimteam der Liga. "Die Brisanz war jedem klar. Deshalb durften wir eigentlich nicht verlieren", sagte Schindler. Ans Aufgeben denke er nicht - weil es der TSV noch aus eigener Kraft schaffen kann. "Ich weigere mich, die Situation zu negativ zu sehen."

Dabei hätten die Münchner in den vergangenen beiden Partien gegen die direkten Konkurrenten Aalen (1:1) und Aue (0:1) schon fast alles klar machen können - letztlich sprang nur ein Punkt heraus. "Wir müssen uns einfach für den Aufwand belohnen und den Dreier einfahren", resümierte Mittelfeldspieler Daniel Adlung. "Die Moral stimmt."

Das hob auch Coach Fröhling heraus, der mit der Leistung seiner Schützlinge zufrieden war. "Das war die beste unter meiner Leitung. Darauf können wir aufbauen. Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht und sehr viel Leidenschaft gezeigt", erklärte er. Am kommenden Samstag müssen die "Löwen" zum Auswärtsspiel nach Braunschweig.

Gegen Aue hatte Kortzorgs Treffer einen frühen Rückschlag für die Gastgeber bedeutet. Bitter war das vor allem, weil der TSV zuvor gern einen Elfmeterpfiff nach einem angeblichen Foul an Korbinian Vollmann gehört hätte. "Korbi hat mir bestätigt, dass er getroffen wurde", sagte Fröhling. Vollmann (34.) ließ eine Chance per Kopf aus.

Nach der Pause wurden die "Löwen" stärker. Einen Kopfball von Adlung (47.) konnte Aue-Keeper Martin Männel gerade noch aus dem Toreck kratzen. Später verpasste Rodri (67.) den Ausgleich, als er aus kürzester Distanz über das Tor der Gäste schoss. Die Gastgeber versuchten viel, wurden aber für ihre Mühen nicht belohnt.
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