"Löwen" mit Derbysieg in Fürth

Der Münchner Krisztian Simon umspielt den Fürther Torwart Wolfgang Hesl und schießt zum 1:0 ein. Bild: dpa

Der TSV 1860 München hat im Derby in Fürth einen überraschend klaren Sieg gefeiert und sich im Abstiegskampf zumindest kurzzeitig Luft verschafft. Die Fürther dagegen rutschen in der 2. Liga weiter ab - der Klassenverbleib wird noch ein hartes Stück Arbeit.

Vorläufiges Verschnaufen bei 1860, Entsetzen und Frust in Franken: Nach einer erschreckend klaren 0:3 (0:1)-Pleite gegen die Münchner "Löwen" ist die SpVgg Greuther Fürth endgültig im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga angekommen. Acht Heimspiele ohne Sieg, sieben ohne eigenen Treffer, und als vorläufiger Tiefpunkt die Derby-Niederlage gegen die in dieser Saison kriselnden Sechziger. "Wir werden für das Spiel Schläge erhalten, und denen müssen wir uns stellen", sagte Fürths Trainer Mike Büskens. Die Gäste aus München waren am Freitag abgezockter. "Fürth liegt uns in letzter Zeit", fand Daniel Adlung nach dem vierten "Löwen"-Sieg gegen Fürth in Serie.

Nach den Treffern von Krisztian Simon (34. Minute) und Korbinian Vollmann (65.) hatte Adlung (71.) den Endstand markiert. In der Tabelle baute 1860 den Vorsprung auf den Relegationsrang 16 zumindest vorläufig auf vier Punkte aus und hat die Fürther im Blick: Diese liegen als Tabellen-14. nur noch drei Punkte vor den Sechzigern.

"Das tat weh", räumte Büskens nach seinem ersten Heimspiel seit der Rückkehr zur SpVgg ein. "Man merkt, dass wir im Moment nicht so stabil sind, wie wir uns das wünschen. Und am Ende haben die Löwen das gut und clever herausgespielt."

Sollte St. Pauli am Samstag gegen Frankfurt oder Aue am Sonntag im "Kellerduell" in Aalen gewinnen, beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsränge noch vier Punkte. "Dass wir im Abstiegskampf stecken, wissen wir nicht erst seit heute", sagte Torhüter Wolfgang Hesl.

Schon länger am Ende der Tabelle tummelt sich der TSV 1860, der Coup in Franken beschert der Truppe von Coach Fröhling immerhin mal wieder ein Erfolgserlebnis. "Man kann unter Druck zusammenwachsen, und das gelingt uns immer besser", meinte Adlung.

"Ich bin stolz auf die Mannschaft. Wir haben einen Schritt gemacht, aber noch nichts erreicht. Aber das war ein schöner Schritt", sagte Fröhling. "Heute Abend können wir uns freuen, aber ab morgen gilt es wieder, sich auf das nächste Spiel vorzubereiten."
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