"Löwen" mit neuem Trainer im Abstiegsduell gegen St. Pauli
Es geht um viel

Vor dem Kellerduell gegen Schlusslicht St. Pauli hat "Löwen"-Trainer Torsten Fröhling seine Spieler aufgefordert, alles in den Dienst des TSV 1860 München zu stellen. "Wer nach 60 oder 70 Minuten platt ist, soll die Hand heben und uneigennützig den nächsten ranlassen - wir haben genug", sagte Fröhling am Tag vor seinem ersten Spiel als Cheftrainer des abstiegsbedrohten Fußball-Zweitligisten. "Jeder wird gebraucht. Entscheidend ist, dass der ganze Kader mitfiebert."

Am Samstag trifft in der Münchner Allianz-Arena das heimschwächste auf das auswärtsschwächste Team der Liga. Sechs Pünktchen sprangen für die "Löwen" in der heimischen Arena bislang heraus. Vier magere Zähler aus zehn Partien lautet die triste Bilanz der Hanseaten in der Fremde.

Vor seinem ersten Spiel auf der "Löwen"-Bank fange es bei ihm schon ein bisschen an zu kribbeln, erklärte Fröhling. Zeit um wirklich nervös zu sein, habe er aber bisher nicht gehabt. "Wichtig ist, dass wir gegen St. Pauli schnell Sicherheit gewinnen", sagte Fröhling. Das Hinspiel in Hamburg konnten die "Löwen" mit 2:1 für sich entscheiden. "Diesmal wäre ich auch mit einem dreckigen 1:0-Sieg zufrieden", sagte Fröhling. In die Partie will der Trainer mit einer offensiven Aufstellung gehen. Bis auf einige Langzeitverletzte steht der gesamte Kader zur Verfügung.

Für die Analyse des Gegners will Fröhling nur wenig Zeit aufwenden. "Ich lege mehr Wert auf unser eigenes Spiel." Auch die Vorbesprechung am Freitagabend wolle er knapp halten und niemanden verrückt machen. "Aus der Schule weiß ich, dass man vielleicht 20 Minuten aufmerksam zuhören kann. Bei Fußballern ist es auch nicht mehr", sagte Fröhling.

Moritz Volz zeigte sich überzeugt, dass der Klassenverbleib gelingt. "Wir haben die Qualität und das Personal für eine erfolgreiche Rückrunde", sagte der Münchner Verteidiger, der auch schon für St. Pauli gespielt hat. Dem Gegner passt der Trainerwechsel bei den "Löwen" gar nicht ins Konzept. Fröhling war einst als Profi und später auch als Trainer für den FC St. Pauli tätig. Der Zeitpunkt des Wechsels von Markus von Ahlen zu Fröhling ausgerechnet vor der Begegnung am Samstag sei "nicht optimal", sagte Pauli-Trainer Ewald Lienen.
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