Löws Fingerzeig bei seinen Personalplanungen für die beiden EM-Qualifikationsspiele
Mit Bellarabi, ohne Großkreutz

Karim Bellarabi ja, Kevin Großkreutz nein! Joachim Löw hat vor dem wichtigen ersten Doppelspieltag auf dem Weg zur Fußball-EM 2016 manchen Fingerzeig für seine Personalplanungen gegeben. Die sportliche Zielvorgabe für die Weltmeister ist ohnehin klar - trotz der unverändert langen Ausfallliste von Kapitän Bastian Schweinsteiger über Sami Khedira bis Marco Reus: "In den Spielen gegen Polen und Irland haben wir die Möglichkeit, uns von der Konkurrenz abzusetzen", sagte der Bundestrainer vor den Partien am 11. Oktober (20.45 Uhr/RTL) in Warschau und drei Tage später in Gelsenkirchen gegen Irland (20.45 Uhr/RTL).

Der Dortmunder Großkreutz fehlt als einziger von derzeit 17 spielbereiten Rio-Champions. Nur eine schöpferische Pause für einen müden BVB-Vielspieler oder jähes Ende einer Nationalmannschafts-Karriere mit Misstönen? Nach mancher Eskapade wäre Großkreutz nicht der Erste, der auf diese Weise dauerhaft durch Löws Raster fällt. Nach den Septemberspielen hatte der DFB-Chefcoach schon angedeutet, dass er mit dem 26-Jährigen aus sportlichen Gründen nicht mehr als (Not)-Außenverteidiger plant - im offensiven Bereich hat Löw für die Außenbahnen bessere Alternativen.

Wenn Löw seinen überraschend nur 20 Spieler umfassenden Kader am kommenden Dienstag in Frankfurt versammelt, ist der Leverkusener Bellarabi, der sich mit einem starken Saisonstart für Bayer in die A-Auswahl spielte, erstmals dabei. Der gebürtige Berliner, den Löw "schon einige Zeit auf dem Zettel" hatte, könnte noch für Marokko spielen - dem Herkunftsland seines Vaters. Mit einem Einsatz in einem Pflichtspiel für Deutschland hätte sich der DFB die Dienste des 24-Jährigen nach den Fifa-Statuten gesichert. Für Bellarabi stand dies nun aber offenbar gar nicht zur Debatte: "Es ist eine große Ehre für mich. Da geht ein Traum für mich in Erfüllung", sagte er.

Zweiter Debütant im Kreise des Weltmeisters ist Co-Trainer Thomas Schneider, der sein Amt als Nachfolger von Hansi Flick aufnimmt. 16 Weltmeister gehören zum Aufgebot, darunter auch die Rückkehrer für die zentrale Defensive, Mats Hummels und Shkodran Mustafi.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9309)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.