Marc-André ter Stegen, Bernd Leno und Timo Horn wollen heute in der U21 spielen - Hrubesch hat ...
Drei Weltklassetorhüter als Luxusproblem

Für U21-Trainer Horst Hrubesch ist Torwart Marc-André ter Stegen eine von drei Optionen. Bild: dpa
Horst Hrubesch hat sich festgelegt. Aber mit dem Namen seiner Nummer 1 im ausgezeichnet besetzten Kader der deutschen U21-Junioren wollte der Trainer auch am Tag vor dem Auftakt der Jagd nach EM-Titel und Olympia-Ticket und nicht rausrücken. "Das werden sie sehen, wenn sie morgen die Aufstellung haben", erwiderte der 64-Jährige auf der Pressekonferenz vor dem ersten Spiel gegen Serbien (Mittwoch, 20.45/ARD) auf die brisante Torhüter-Frage.

Triple-Sieger Marc-André ter Stegen (FC Barcelona), Bernd Leno (Bayer Leverkusen) und Timo Horn (1. FC Köln) ragen aus einem erstklassig und gleichmäßig besetzten Kader von 23 Mann heraus. Es gehört zum Selbstverständnis von Vertrauensmann Horst Hrubesch, dass er aus Respekt vor denen, die nicht spielen, die mit Spannung erwartete Informationen zurückhält. "Alle drei sind Weltklasse. Dass ich die Jungs als eins, zwei oder drei abstufe, werde ich nicht machen", stellte er klar.

Dass es sich bei der nächsten deutschen Fußball-Generation nicht um Grünschnäbel handelt, belegen allein die Zahlen. Der Kader weist die Erfahrung aus 1261 Bundesliga-Spielen auf. Neben den drei Torhütern ragen Weltmeister Matthias Ginter (Dortmund), die Wolfsburger Pokalsieger Maximilian Arnold und Robin Knoche sowie Emre Can, dem beim FC Liverpool die Rolle von Idol Steven Gerrard zugetraut wird, heraus. "Viele werden später A-Nationalspieler werden", sagte Ginter.

Der Innenverteidiger erzählte, dass er beim WM-Triumph Deutschlands 2014 in Brasilien - obwohl ohne Einsatz - "wichtige Erfahrungen" gemacht habe. Die wolle er nun einbringen, damit die deutschen Junioren in Tschechien ihr eigenes Stück Geschichte schreiben. Nichts weniger als den EM-Titel und die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 in Rio haben sie im Visier. Denn seit 1988 war keine deutsche Mannschaft mehr dabei.

Die Olympia-Teilnahme wäre perfekt, sollte man nach Abschluss der Spiele gegen Serbien, Dänemark (20. Juni) und Gastgeber Tschechien (23. Juni) in der Gruppe A im Halbfinale stehen. "Wir sind in der Lage, das Tempo zu bestimmen und kommen über die Spielgeschwindigkeit und Kompaktheit. Sie werden schwer zu schlagen sein", sagte Hrubesch über seine Spieler.
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