Markus Weeger vom SC Monte Kaolino Hirschau erstmals bei der Tour de Ski dabei
Der Traum von der Alpe Cermis

Langläufer Markus Weeger vom SC Monte Kaolino Hirschau steht vor seinem ersten Weltcup-Einsatz. Bild: Deutscher Skiverband
Oberstdorf/Hirschau. (mr) Eigentlich ist er Flachland-Tiroler - Markus Weeger stammt aus Erlangen. Er liebt aber schon immer das Hügelige, die Berge - Markus Weeger ist Skilangläufer. Einer der Besten in Deutschland. Und auch deswegen kann er sich vielleicht bald einen Traum erfüllen: Auf Langlaufskiern hoch zur Alpe Cermis in den Dolomiten. Gut möglich, dass der 23-Jährige am Sonntag in einer Woche den steilsten Anstieg der nordischen Skiszene in Angriff nimmt - den brutal harten Schlussakt der Tour de Ski.

Markus Weeger, dessen Heimatverein der SC Monte Kaolino Hirschau ist, wurde in diesem Jahr erstmals für das Rennen über sieben Etappen durch Deutschland, die Schweiz und Italien nominiert. "Es wäre natürlich cool, zur Alpe Cermis hochzulaufen", schwärmt der Junioren-Weltmeister des Jahres 2011 im Skiathlon. Er weiß aber, dass es bis dahin ein weiter Weg ist. Zunächst einmal stehen für ihn die ersten beiden Etappen in Oberstdorf an. Danach wird Bundestrainer Frank Ullrich auch dieses Jahr wieder einige Läufer vor der Schlussetappe aus dem Wettbewerb nehmen. Der Fokus Ullrichs liegt klar auf der WM in Falun im Februar.

Auf die Wettbewerbe in Oberstdorf am Samstag und Sonntag freut sich Weeger total: "Das ist ja quasi direkt vor meiner Haustür." Weeger wohnt seit 2007 im Allgäu. Zunächst im Skiinternat in Oberstdorf, jetzt schon einige Zeit in Sonthofen. "Auch wegen der besseren Trainingsmöglichkeiten." Sich tagtäglich mit Leuten wie Hannes Dotzler oder Sebastian Eisenlauer zu messen, bringt ihn weiter. Die Verbindungen zu seinem Heimatverein Hirschau sind aber weiter bestens. "Natürlich habe ich oft Kontakt zu Thomas Steindl oder den Heckmännern." In der Oberpfalz hat der Mittelfranke das Langlaufen richtig gelernt. Mit den Hirschauern war er ständig bei Jugend-Wettkämpfen von der Silberhütte bis in die Alpen unterwegs.

Stark in Hochfilzen

In Oberstdorf steht er unter ganz besonderer Beobachtung - nicht nur vom Bundestrainer. "Meine ganze Familie ist da." Etwas nervöser als sonst ist er auch, weil es sein erster Weltcup-Einsatz sein wird. Vor zwei Jahren war der Skating-Experte schon einmal für ein Rennen nominiert worden, da erkrankte er aber kurz vorher. Danach folgte eine etwas durchwachsene Zeit, ehe Weeger jetzt kurz vor Weihnachten mit Platz 7 beim Continental-Cup in Hochfilzen überraschte. "Seitdem weiß ich auch, dass ich bei der Tour dabei sein werde." Sein Ziel: "Vielleicht an die Punkteränge ranschnuppern." Sein Traum: Rauf auf die Alpe Cermis.
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