Mehr Geld in der Champions- und Europa-League
Satte Zugewinne im Milliardenspektakel

Viel mehr Geld und noch mehr Einfluss: Europas Spitzenclubs können sich auf satte Zugewinne im Milliardenspektakel der Champions-League und Europa-League freuen und sitzen vertreten durch Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge künftig mit an den Schalthebeln der kontinentalen Fußball-Macht. Gut 400 Millionen Euro mehr aus den Europapokal-Wettbewerben pro Jahr und zwei ständige Vertreter in der Uefa-Exekutive sind die Kernpunkte der am Dienstag offiziell präsentierten neuen Kooperationsvereinbarung zwischen der European Club Association ECA mit der Uefa.

"Für die ECA, die eine noch sehr junge Organisation ist, ist das Ergebnis ein außerordentlicher Erfolg, der vor allem die Solidarität der Clubs untereinander festigt und unser Verantwortungsgefühl für den Fußball stärkt", sagte Rummenigge nach der Generalversammlung der 214 in der ECA organisierten Vereine.

Grund zur Freude gab es reichlich. Denn: Die Geldmaschine Europapokal wird finanziell noch attraktiver. Die Uefa schüttet in der Champions- und Europa-League von der kommenden Saison an für drei Spielzeiten bis 2018 je 1,638 Milliarden Euro aus. 1,257 Milliarden Euro gehen an die Teams in der Königsklasse - eine Steigerung um gut 25 Prozent. Sogar fast 64 Prozent höhere Start- und Siegprämien können die Vereine in der zuletzt als Armenhaus verspotteten Europa-League verbuchen: 381 statt bislang 232,5 Millionen Euro.

Rummenigge: mehr Macht

Rummenigge bekommt neben seinen Aufgaben für die Bayern und die ECA noch mehr Macht in Europas Fußball. Er soll einer von zwei Mitgliedern der Club-Vereinigung im Exekutivkomitee der Uefa werden. Zunächst sollen der Vorstandschef des FC Bayern und ein noch nicht bestimmter weiterer ECA-Vertreter als sogenannte kooptierte Mitglieder in der Exekutive sitzen. Die Vollmitgliedschaft ist erst nach einer Statutenänderung beim nächsten Uefa-Kongress am 23. März 2016 möglich. Rummenigge wird damit nach DFB-Präsident Wolfgang Niersbach zweites deutsches Mitglied im dann 18-köpfigen Uefa-Exekutivkomitee.

In der Champions-League erhält der Sieger von 2016 an für den Finaltriumph 15 statt bisher 10,5 Millionen Euro. Ökonomisch noch reizvoller ist allein die Teilnahme. Das Startgeld wird von 8,6 auf 12 Millionen Euro erhöht. In der Europa-League wird das Startgeld von 1,3 auf 2,4 Millionen Euro fast verdoppelt. Der Sieger bekommt im kleinen Europacup 6,5 statt 5 Millionen Euro.
Weitere Beiträge zu den Themen: FC Bayern (6867)Lea (13792)April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.