Mit Kampfkraft
FC Ingolstadt ringt Werder Bremen nieder

Ingolstadt. Gratulationen zum Klassenverbleib mochte Ingolstadts Ralph Hasenhüttl noch keine annehmen. "Bitte nicht", wehrte der Trainer des FC Ingolstadt nach einem "Meilenstein" im Abstiegskampf ab, frohlockte aber beim Blick auf die plötzliche Heimstärke des Aufsteigers. "Wenn uns das weiterhin so konsequent gut gelingt, steigt die Wahrscheinlichkeit dramatisch, dass man uns bald gratulieren kann." Das 2:0 gegen den SV Werder war bereits der dritte Heimerfolg nacheinander 2016; schon einer mehr als in der gesamten Bundesliga-Hinserie. "Ich habe schon im Winter gesagt, das muss der Schlüssel sein, um die Klasse zu halten", sagte Hasenhüttl.

Neun Punkte beträgt der Vorsprung auf den von Bremen belegten Relegationsrang. Elf Zähler sind es auf einen direkten Abstiegsplatz. Näher sind die Europa-League-Ränge. "Bitte, bitte, bei aller Liebe", wiegelte Bundesliga-Premierentorschütze Benjamin Hübner ab, "wenn wir am Schluss den Klassenerhalt schaffen, bin ich der glücklichste Mensch - wie alle hier."

Etwas kecker wurde da Roger. "Unser Ziel ist, in der ersten Liga zu bleiben, aber warum nicht auch nach oben gucken und schauen, was passiert", sagte der Mittelfeldstabilisator und grinste: Die Teams vor dem FCI müssten ja auch erstmal ihre Spiele gewinnen. Gleich mehrere FCI-Profis humpelten nach dem "Abnutzungskampf", wie Torhüter Ramazan Özcan die Partie gegen Bremen beschrieb, vom Spielfeld. Schwerer verletzt soll keiner sein.

Cooler Österreicher


"Das sind Blessürchen, die bei so einem Kampfspiel einfach vorkommen", befand Hasenhüttl, der anders als beim Hübner-Tor (12. Minute) beim Elfmetertreffer von Lukas Hinterseer (90.) mal wieder nicht hinschauen konnte. "Stürmer leben von Toren", sagte Hasenhüttl und freute sich sehr für den etwas ins Hintertreffen geratenen Österreicher.
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