"Morddrohungen" gegen Bakalorz
Fußball

Paderborn.(dpa) Der Paderborner Fußball-Profi Marvin Bakalorz hat sich zu den öffentlichen Reaktionen auf sein Foul an Marco Reus und die anschließenden Morddrohungen geäußert. "Nach einem Foul mit diesen Folgen gegen einen Nationalspieler gehört es im Bundesliga-Geschäft offenbar dazu, dass einige Medien sich auf einen einschießen. Aber dass ich Morddrohungen erhalte, das ist nicht schön, das hat auch wehgetan", sagte der Mittelfeldspieler der "Sportbild". "Grundsätzlich ist viel auf mich eingeprasselt. Aber es ist mittlerweile abgehakt."

Dortmunds Angreifer Reus hatte sich in einem Zweikampf mit Bakalorz am 12. Bundesliga-Spieltag einen Außenbandriss im Sprunggelenk zugezogen. Wenig später hatte Dirk Bakalorz, Vater des Profis, die Berichterstattung über das mit einer Gelben Karte geahndete Foul als teilweise bedenklich bezeichnet und von Morddrohungen gegen seinen Sohn berichtet.

Torlinientechnik fraglich

Frankfurt(dpa) Tradition oder kleine Revolution? Die Einführung der Torlinientechnologie in der Fußball-Bundesliga ist weiterhin umstritten. Nach einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur wird es bei der Mitgliederversammlung des Ligaverbandes am Donnerstag in Frankfurt eine knappe Entscheidung geben. Zwölf der 18 Erstliga-Vereine müssten dafür stimmen, damit Goal-Control oder ein anderes System in den deutschen Stadien Einzug hält. Neun Clubs haben sich bisher dafür ausgesprochen. Einige halten sich aber bedeckt wie der VfL Wolfsburg, der verlautbaren ließ: "Wir äußern uns vorher nicht, auch nicht zu unserem Abstimmungsverhalten." Zudem gibt es hartnäckige Gegner wie Schalke 04 und Eintracht Frankfurt.

Bei der ersten Abstimmung am 24. März hatten sich 24 der 36 Profivereine gegen die Satzungsänderung gewehrt - auch aus finanziellen Gründen. Die Zweitligisten, die jetzt nicht mehr einbezogen werden, meist aus finanziellen Gründen. Für eine Satzungsänderung müssen zwölf Erstligisten grünes Licht geben. Den Antrag zur erneuten Abstimmung hatte der FC Bayern München gestellt. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat inzwischen eine Ausschreibung unter verschiedenen Systemanbietern gestartet und will die genauen Kosten vorstellen.

Barça-Fans auf den Barrikaden

Barcelona.(dpa) Große Aufregung um das neue Haupttrikot des FC Barcelona: Erstmals seit der Gründung des spanischen Fußball-Renommierclubs im Jahr 1899 soll der blau-rote Dress der Katalanen in der nächsten Saison quer- statt längsgestreift sein. Fans und auch Medien gingen nach der Enthüllung des neuen Jerseys durch die Zeitung "Sport" auf die Barrikaden. "Das gefällt nicht", titelte das in Barcelona erscheinende Sportblatt "Mundo Deportivo" am Mittwoch groß auf Seite eins neben einem Bild des Trikots.

Bei einer Umfrage der Zeitung sprachen sich 79 Prozent der Leser gegen die Pläne des Clubausrüsters Nike aus. In den sozialen Medien wurde das Vorhaben unter anderem als "Schändung" und als "Schwachsinn" bezeichnet. Einige forderten sogar den sofortigen Rücktritt der Clubführung.
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