MotoGP-Pilot löst Vertrag mit Forward Racing auf
Bradl braucht ein neues Motorrad

Motorrad-Pilot Stefan Bradl muss nach seiner Kündigung mitten in der Saison einen neuen Arbeitgeber suchen. Der MotoGP-Fahrer löste seinen Vertrag mit dem existenziell bedrohten Rennstall Forward Racing auf, nachdem dieser die Teilnahme am nächsten Rennen in Indianapolis abgesagt hatte. Bradls Vater Helmut bestätigte am Mittwoch entsprechende Medienberichte.

Kein konkretes Angebot

Wie Bradl weiter sagte, schaut sich sein Sohn derzeit nach einem neuen Rennstall um. Ein konkretes Angebot liege aber nach seiner Kenntnis noch nicht vor. "Ich weiß, dass Aprilia und Ducati einmal Interesse bekundet haben", berichtete er. Ob sein Sohn eventuell doch am 9. August in Indianapolis an den Start gehen könne, stehe in den Sternen. "Die Zeit ist sehr knapp."

Wie das Fachportal Speedweek.com schrieb, hofft der zuletzt verletzte 25-Jährige auf einen Start in Indianapolis. "Ich will so bald wie möglich wieder auf einem MotoGP-Bike sitzen", zitierte das Portal Bradl. Bis zum Lauf in den USA werde er "zu 95 oder 100 Prozent fit sein".

Nicht am Sachsenring

Bradl hatte sich bei einem Sturz im niederländischen Assen einen Kahnbeinbruch zugezogen. Nach einer Operation hatte der Motorrad-Weltmeister von 2011 auf das Heimrennen auf dem Sachsenring verzichten müssen.

Sein bisheriger Rennstall kämpft um die Existenz. Besitzer Giovanni Cuzari wurde jüngst verhaftet. Gegen ihn laufen Medienberichten zufolge Ermittlungen wegen des Verdachts auf Bestechung, Steuerhinterziehung und Betrugs. Sponsoren des Teams erklärten daraufhin ihren Rückzug und stellten sämtliche Zahlungen ein. Die Teilnahme am US-Rennen musste das Team absagen.

"Es wäre gut für Stefan und gut für die Meisterschaft, wenn er bald wieder auf einer MotoGP-Maschine sitzen würde", wurde Carmelo Ezpeleta, Chef von WM-Vermarkter Dorna, von Speedweek.com zitiert.
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