Motorrad-WM: Folger Siebter in Barcelona, Cortese im Kiesbett - Bradls Durchbruch
Die verflixte erste Runde

Die erste Runde hat Jonas Folger und Sandro Cortese das so dringend erhoffte Erfolgserlebnis in der Motorrad-Weltmeisterschaft verdorben. Beim Grand Prix von Katalonien in Barcelona landeten die beiden deutschen Moto2-Hoffnungen trotz guter Ausgangspositionen wieder mal im Feld der Geschlagenen. Während Folger als Siebter sich wenigstens mit ein paar WM-Punkten schmücken durfte, rutschte Cortese bereits nach wenigen Metern ins Kies. "Ich konnte beim Start meine Linie halten und plötzlich bekam ich einen Schlag von außen. Xavier Simeon hat völlig übertrieben", meinte der Italo-Schwabe stocksauer. Dabei wären die Bedingungen - in Barcelona herrschte Sommerwetter mit Asphalt-Temperaturen von 45 Grad - dem Moto3-Weltmeister von 2012 entgegengekommen.

Folger wusste nicht, wie er seinen siebten Platz bewerten sollte. Bereits in der ersten Kurve hatte er sich verspekuliert. "Ich bin nicht nach rechts gekommen und für die linke Seite war ich zu schnell. Ich musste die Abkürzung nehmen und mich dann wieder hinten einordnen. Da habe ich sehr viele Positionen verloren", sagte der Bayer, der von Platz zwei gestartet war.

Lorenzo siegt erneut

Stefan Bradl schaffte in der MotoGP-Klasse seinen langersehnten Durchbruch. Mit der zweitklassigen Yamaha wurde Bradl Achter, feierte sein bestes Saisonergebnis und wurde Sieger der Open-Klasse, in der Fahrer gewertet werden, die keine Werksunterstützung erhalten. "Das muss ich erst mal verarbeiten, nachdem es bislang ja überhaupt nicht geklappt hat. Wir haben bestätigt, dass wir auch was drauf haben, auch wenn wir es bislang nicht zeigen konnten", sagte er. Den Sieg holte sich zum vierten Mal hintereinander der Spanier Jorge Lorenzo, der damit bis auf einen Zähler an WM-Spitzenreiter Valentino Rossi heranrückte. Der Italiener wurde Zweiter.

Ein zufriedenes Lächeln hatte Philipp Öttl im Gesicht. Platz zehn in der Moto3-Klasse bedeutete die Wiederholung seines bislang besten Saisonergebnisses. "Ich habe ganz ordentlich gekämpft, fahrerisch war ich am Limit, in der zweiten Rennhälfte bekam das Motorrad einige Probleme", sagte Öttl. Zum vierten Mal in dieser Saison gewann der Brite Danny Kent aus dem deutschen Leopard-Racing-Team.
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