Motorrad-WM
Folger wieder auf dem Podium

Jonas Folger fährt knapp hinter dem Engländer Sam Lowes, der auch das Rennen knapp vor dem Deutschen gewann. Bild: dpa

Jerez. Jonas Folger ballte nur kurz die Siegerfaust, dann schnaufte er kräftig durch. Für den zweiten Podestplatz in einem Motorrad-Weltmeisterschaftslauf in dieser Saison musste der Schwindegger am Sonntag im spanischen Jerez alles geben. Platz zwei hinter dem Briten Sam Lowes war dann der Lohn für die Mühen. "Es war sehr wichtig, heute die Punkte mitzunehmen. Auch wenn es für den Sieg diesmal nicht gereicht hat", meinte Folger später immer noch erschöpft.

Von Platz zwei war er gestartet und hatte anderthalb Runden lang das Feld angeführt. Dann kostete ihn ein Bremsfehler die Spitzenposition. Doch Folger ging lange Zeit mit dem Moto2-Gesamtführenden mit. "Ich wollte so lange wie möglich an ihm dranbleiben. Aber überholen war unmöglich, er war einfach schneller", analysierte der Bayer.

"Ein bis zwei Zehntel pro Runde haben wir das ganze Wochenende auf Lowes verloren. Wir haben zwar alles versucht, aber das hat sich auch im Rennen fortgesetzt", bemerkte Teamchef Jürgen Lingg. Die Hoffnung, der Brite würde einen Fehler machen, erfüllte sich nicht.

So schaltete Folger auf Plan B um. "Es ging darum, mir Alex Rins vom Leib zu halten und auch die Reifen nicht überzustrapazieren", berichtete er. So kam er zum fünften Mal in seiner Karriere in Andalusien auf das Podium. Bis er dies aber erklimmen konnte, dauerte es noch eine ganze Weile. In der Auslaufrunde ging ihm das Benzin aus, er musste von einem Steward von der Strecke geholt werden.

Nicht wie erhofft lief es für die anderen Deutschen. Folgers Teamkollege Sandro Cortese, von Platz drei aus ins Rennen gegangen, stürzte in Runde fünf. Sogar gleich zweimal stürzte Marcel Schrötter. Auch er war bis auf Platz fünf nach vorn gefahren.

Im MotoGP-Rennen wurde Superstar Valentino Rossi gefeiert. Der italienische Yamaha-Pilot gewann zum 113. Mal einen Grand Prix - und das so überlegen, wie von keinem erwartet. Stefan Bradl fuhr auf Aprilia ein solides Rennen und holte als 14. zwei WM-Punkte.
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