Motorradsport
Motorradsport beklagt Todesopfer

Motorradpilot Luis Salom ist im Training zum Großen Preis von Spanien tödlich verunglückt. Bild: dpa

Die Rettungsmaßnahmen helfen nichts mehr. Mit 24 Jahren stirbt der Motorradpilot Luis Salom nach einem Trainingssturz. Die gesamte Motorrad-Gemeinschaft betrauert den Verlust. Die Betroffenheit geht aber auch darüber hinaus.

Barcelona. Seine Kollegen rangen um Fassung und die richtigen Worte. Trotz umgehender Sofortmaßnahmen an der Strecke bei Barcelona und einer Notoperation im Hospital General de Catalunya hat der spanische Moto2-Fahrer Luis Salom seinen Trainingssturz in am Freitag in Barcelona nicht überlebt. Die Verletzungen waren zu schwer. Die Motorrad-Szene steht wieder einmal unter Schock. "Viel zu früh. Du wirst uns allen fehlen Luis", schrieb Jonas Folger. "Ich werde dich immer als großartigen Fahrer in Erinnerung behalten und glücklichen Menschen, der immer lächelte", meinte Sandro Cortese.

Die beiden Deutschen waren mit ihren Maschinen auch auf der Strecke, als sich der Unfall ereignete. Salom war mit seiner Kalex in Kurve zwölf beim zweiten Training gestürzt. Wie Videos auf den Online-Seiten der spanischen Zeitungen "Marca" und "As" zeigen, rutschte er mit hoher Geschwindigkeit in die Reifenstapel. Die Session wurde unterbrochen. Zwei Rettungswagen fuhren zur Unglücksstelle. Der Rettungshubschrauber landete ebenfalls. Wegen der Schwere der Verletzungen wurde Salom aber mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Dort sei er um 16.55 Uhr gestorben, teilte die MotoGP mit.

"Was für eine schlechte Nachricht", schrieb der spanische Formel-1-Star Fernando Alonso bei Twitter. "Mein tiefstes Beileid für die Familie des mallorquinischen Piloten Luis Salom", schrieb die spanische Torwart-Ikone Iker Casillas. "Wir haben einen weiteren großartigen Fahrer verloren", schrieb der britische MotoGP-Pilot Scott Redding.

Salom, der vor sieben Jahren in die Motorrad-WM eingestiegen war, stand vor seinem 42. Rennen. Er ist internationalen Statistiken zufolge der 48. Tote in der Motorrad-WM seit 1949. In der MotoGP war zuletzt am 23. Oktober 2011 der Italiener Marco Simoncelli beim Großen Preis von Malaysia in Sepang tödlich verunglückt. 2010 war der Japaner Shoya Tomizawa in Misano ums Leben gekommen. In Abstimmung mit der Familie Saloms wird der Große Preis von Katalonien am Wochenende stattfinden.
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