Motorsport
Jonas Folger "heilfroh"

Termas de Rio Hondo. Motorrad-Pilot Jonas Folger (Schwindegg) hat seinen Ausfall beim WM-Auftakt in Katar weggesteckt und beim Großen Preis von Argentinien Platz drei geholt. Das sorgte in seinem neuen Team für Zufriedenheit. "Ich bin heilfroh, dass es geklappt hat", sagte Folger vom deutschen Dynavolt IntactGP-Team - wohl wissend, dass dieser Erfolg am seidenen Faden hing und auch mit Glück zustande kam. Sein Kontrahent Franco Morbidelli stürzte nämlich in der letzten Runde.

Folger hatte mit einem Blitzstart die Führung auf dem Kurs in Termas de Rio Hondo übernommen und zwei Runden lang die Pace bestimmt. Doch dann leistete er sich mehrfach Fehler beim Anbremsen, verlor Platz um Platz und musste dem Spitzentrio mit dem späteren Sieger Johann Zarco aus Frankreich und dem WM-Favoriten Sam Lowes aus Großbritannien sowie Morbidelli hinterherhecheln. "Ich habe mir gedacht, du musst dieses Ding nach Hause bringen. Nach dem Nuller von Katar war das enorm wichtig", meinte der Bayer und bespritzte sein Team bei der Siegerehrung übermütig mit Sekt.

Teamchef Jürgen Lingg hoffte besonders auf Folger, nachdem sein anderes Ass Sandro Cortese die Zielflagge nicht gesehen hatte. Der Berkheimer war auf einer teilweise nassen Piste ausgerutscht und konnte seinen neunten Rang nicht nach Hause fahren. "Sandro ist natürlich bitter enttäuscht. Umso mehr freuen wir uns über Jonas. Er ist taktisch klug gefahren und wollte einen weiteren Ausfall unbedingt vermeiden. Das wäre auch fatal gewesen", erklärte Lingg. Er glaubt nun, dass Folger wieder genügend Selbstvertrauen hat, um in den nächsten Rennen weiter anzugreifen. "Er hat den Speed und nun sicher auch wieder den Mut", bemerkte der Teamchef.
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