Motorsport
Rückschlag für Vettel

Sotschi. Probleme mit der Elektronik haben Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel bei seiner Aufholjagd nach WM-Spitzenreiter Nico Rosberg einen empfindlichen Dämpfer versetzt. Der viermalige Formel-1-Weltmeister musste seinen SF-16H eine Stunde vor Ende des zweiten Freien Trainings zum Großen Preis von Russland (Sonntag 14.00 Uhr/RTL und Sky) nur wenige Meter vor der Ziellinie abstellen, später wurde er auch noch wegen eines unerlaubten Getriebewechsels für den Grand Prix am Sonntag fünf Plätze nach hinten strafversetzt. Vettel beendete vor seiner abendlichen Hiobsbotschaft am Freitag den Trainingstag aber dennoch mit der zweitbesten Zeit.

Vor dem Heppenheimer sicherte sich Weltmeister Lewis Hamilton die Tagesbestzeit mit mehr als 0,6 Sekunden Vorsprung auf den Scuderia-Piloten. Dritter auf dem 5,848 Kilometer langen Kurs am Schwarzen Meer wurde Hamiltons Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg. "Was wir bisher sehen konnten, war, dass sie stark sind", lobte Vettel die beiden Mercedes-Piloten. Nachdem Testfahrer Alfonso Celis noch in der ersten Einheit einen Force India gesteuert hatte, übernahm am Nachmittag wieder Nico Hülkenberg von dem Mexikaner. Der Rheinländer wurde an seinem 100. Grand-Prix-Wochenende 13., Manor-Mann Pascal Wehrlein musste sich mit der zweitlangsamsten Zeit im 22 Mann starken Fahrerfeld begnügen.

Selten bekamen die Zuschauer so viele Dreher zu sehen wie auf dem 5,848 Kilometer langen Kurs am Schwarzen Meer. Ob Vettel, Hamilton oder Jenson Button - kaum ein Fahrer, der nicht einen kleinen Abflug machte. Rosberg indes spulte sein Programm cool ab. Nach der ersten eineinhalbstündigen Einheit sicherte sich der Gewinner der ersten drei Grand Prix dieses Jahres die Bestzeit, am Nachmittag musste er Hamilton und Vettel den Vortritt lassen.

"Es ist schwierig, es auf dem Kurs hinzubekommen, weil es nur ein kleines Fenster gibt, in dem die Reifen perfekt arbeiten, und außerdem gibt es viele Stellen, wo man leicht Fehler machen kann", meinte Rosberg, der mit dem Fahrgefühl zufrieden war.
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