Motorsport
Sieg, Strafe, Aufholjagd

Mick Schumacher hat ein turbulentes Wochenende hinter sich. Von Sieg, über Zeitstrafe bis hin zu einer fulminanten Aufholjagd war alles dabei. Bild: dpa

Nürburgring. Nach dem Frust über eine umstrittene Straffahrt konnte sich Mick Schumacher am Ende eines turbulenten Formel-4-Wochenendes auf dem Nürburgring wenigstens noch ein bisschen freuen. Der 17-Jährige rettete nach einer fulminanten Aufholjagd und dank seines Teamkollegen Juri Vips am Sonntagnachmittag noch Platz zwei.

Nach dem Sieg am Samstag und dem bitteren 15. Platz am Sonntagmorgen infolge einer heißdiskutierten Sanktion wegen eines Überholmanövers konnte der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher seine Titelhoffnungen in der ADAC-Nachwuchsklasse doch noch wahren.

In der Gesamtwertung liegt der Fahrer des italienischen Prema Powerteams nach 18 von 24 Rennen weiter auf dem zweiten Platz. Spitzenreiter bleibt sein ehemaliger Rennstallrivale Joey Mawson. Der Australier hat nach einem zweiten Platz, einem Sieg und Platz 28 nach einer Zeitstrafe 46 Punkte Vorsprung auf Mick Schumacher. Mit seinem zweiten Rang holte Schumacher wieder auf. Zuvor hatte er 64 Punkte hinter Kumpel Mawson gelegen. Der Titel schien da in seinem zweiten Formel-4-Jahr schon in weitere Ferne gerückt zu sein. Grund war eine Durchfahrtstrafe, die Mick Schumacher aufgebrummt bekommen hatte. Statt weiter um den Sieg zu fahren, fiel er im zweiten Rennen des Formel-4-Wochenendes in der Eifel aussichtslos zurück.

"Eine klare Fehlentscheidung der Rennleitung", sagte Mick Schumachers Onkel Ralf, der selbst Teamchef in der Formel 4 ist, dem Sender Sport1. "Es ist schade, dass so ein tolles Rennen kaputt gemacht wurde", meinte der ehemalige Formel-1-Pilot. Und auch Mawson räumte ein: "Die Entscheidung war hart. Es ist schade, dass es so ausgegangen ist, ich hatte mich auf einen echten Zweikampf gefreut."

Mick Schumacher hatte einen Tag nach seinem Start-Ziel-Sieg von der Pole aus gleich zu Rennbeginn einen Platz gut gemacht. Diesmal von Position drei gestartet, attackierte er Mawson in einer Linkskurve. Schumacher versuchte, innen vorbeizukommen. Dabei berührten sich die Autos. "Das ist Rennkultur vom Allerfeinsten", meinte Ralf Schumacher: "Wir wollen, dass die Jungs Rennen fahren." Er hätte einen Platztausch als Sanktion sinnvoller gefunden.

Als sinnvoll mit Blick auf die Meisterschaft erwies sich der Platztausch von Mick Schumacher und dessen Teamkollege Vips auf den Schlussmetern des letzten Rennens am Sonntag. Schumacher hatte sich von Startrang zehn aus nach vorn gearbeitet. Kurz vor der Zieldurchfahrt ging Vips vom Gas, Schumacher wurde als Zweiter abgewunken.
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