Motorsport trauert

Justin Wilson ist tot: Der 37-Jährige erlag den Folgen seines Unfalls bei einem IndyCar-Rennen. Wilson fuhr im Jahr 2003 auch in der Formel 1 für Jaguar und Minardi. Bild: dpa

Trauer, Fassungslosigkeit. Stillstand. Der Tod von Rennfahrer Justin Wilson in den USA trifft auch die Formel 1. Er war ein ehemaliger Kollege. Und das alles, nachdem der Tod von Jules Bianchi noch nicht wirklich überwunden ist.

Nach dem zweiten toten Rennfahrer-Kollegen binnen weniger Wochen herrscht in der Formel 1 und im gesamten Motorsport tiefe Trauer und Fassungslosigkeit. "Die Motorsportwelt ist schon wieder zum Stillstand gekommen", schrieb Ex-Formel-1-Weltmeister Jenson Button am Dienstag. "So traurig, schwer zu akzeptieren", meinte Zweifach-Champion Fernando Alonso.

Wenige Stunden zuvor war in den USA am Montag (Ortszeit) der ehemalige Formel-1-Fahrer Justin Wilson in Alter von 37 Jahren gestorben. Ein Fahrer, der größten Respekt unter Kollegen genoss. Einer, der nicht nur wegen seiner imposanten Erscheinung von über 1,90 Metern Körpergröße allen in Erinnerung bleiben wird. "Justin war ein stark wetteifernder Rennfahrer, der bei seinen Kollegen Respekt genoss", hieß es einem Schreiben der Familie - Wilson hinterlässt seine Frau und zwei Kinder.

"Schreckliche Nachricht heute Morgen aus den USA", hieß es auch vom Formel-1-Team Manor. Dessen Fahrer Jules Bianchi war vor rund sechs Wochen an den Folgen seines Unfalls - damals noch im Wagen von Vorgänger-Team Marussia - beim Großen Preis von Japan im vorigen Oktober gestorben.

Die Ärzte im Lehigh Valley Network von Allentown kämpften vergeblich gegen die Folgen von Wilsons Unfall beim IndyCar-Rennen in Long Pond am Sonntag. Wilson wurde am Sonntag 20 Runden vor Schluss von einem Trümmerteil am Kopf getroffen. Es stammte von dem vor ihm fahrenden Wagen von Sage Karam, der in einer Kurve in die Streckenmauer gekracht war. Nach dem Unfall war Wilson per Hubschrauber in das Krankenhaus nach Allentown im Bundesstaat Pennsylvania gebracht worden. Von dort kam noch am Abend die Mitteilung, dass er sich in einem kritischen Zustand befinde und im Koma liege. Er ist der erste Pilot seit Dan Wheldon 2011, der bei einer großen US-Rennserie ums Leben gekommen ist.
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