Müller-Gala: Dreierpack

Münchens dreifacher Torschütze Thomas Müller (rechts) und Xabi Alonso freuen sich nach dem 4:0-Sieg in Frankfurt. Bild: dpa

Thomas Müller lässt es beim 4:0 gegen Eintracht Frankfurt mit drei Toren richtig krachen. Der Stürmer freut sich über dieses seltene Erfolgserlebnis und die anhaltende Dominanz der Bayern, die als souveräner Spitzenreiter in die Länderspielpause gehen.

Nach dem zweiten Dreierpack seiner Karriere flog Thomas Müller gut gelaunt zum Wiedersehen mit den Weltmeisterkollegen nach Berlin. Sein Gala-Auftritt beim souveränen 4:0-Sieg des FC Bayern München bei Eintracht Frankfurt hatte dem Nationalstürmer sichtliches Vergnügen bereitet und die Vorfreude auf die Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes durch den Bundespräsidenten und die anschließende Premiere des WM-Films an diesem Montag noch gesteigert. "Im Schloss Bellevue herrscht eine sehr angenehme Atmosphäre. Ich durfte das schon einmal miterleben. Das werden wir genießen", sagte Müller.

Genossen hatte er am Samstag auch die 90 Minuten in Frankfurt. Gleich dreimal durfte sich Müller als Torschütze feiern lassen. Dieses Kunststück war ihm zuvor erst einmal gelungen - am 1. Mai 2010 gegen den VfL Bochum. "Natürlich freut man sich darüber. Die Freude wird jetzt aber nicht bis Weihnachten anhalten, weil wir ein sehr straffes Programm haben", erklärte der 25-Jährige.

Chancenlose Eintracht

Gegen die engagierte, aber am Ende chancenlose Eintracht ließ es der Offensivmann vor 51 500 Fans mit seinen Treffern in der 22., 64. und 67. Minute so richtig krachen. Damit erhöhte Müller im 175. Bundesligaspiel seine Erfolgsquote auf 64 Tore. "Der Moment ist sehr schön. Wenn man Tore schießt, kommt immer ein Kribbeln im Bauch, auch wenn man schon ein paar Spiele auf dem Buckel hat", erzählte er. Müller weiß, wovon er spricht: Immerhin gelangen ihm in der Bundesliga auch schon neun Doppelpacks.

Der vierte Treffer durch Xherdan Shaqiri (86.) war am Ende nur noch schmückendes Beiwerk zur Müller-Gala. "Wir haben uns alle für Thomas gefreut. Er hat ein tolles Spiel gemacht. Drei Tore - das ist eben Thomas", lobte Bayern-Verteidiger Jérome Boateng seinen überragenden Teamkollegen. Dabei hatte auch Boateng Grund zur Freude: Er ist seit 50 Bundesligaspielen ungeschlagen - Rekord.

Müller selbst stellte lieber die Mannschaft in den Mittelpunkt. "Wir sind jetzt noch besser eingespielt und sehr homogen. Besonders nach der letzten Länderspielpause haben wir noch mal einen Schritt nach vorne gemacht und bilden eine starke Einheit", stellte er zufrieden fest.

Mit 27 Punkten schauen die Bayern in der Tabelle weiter gelassen auf die Konkurrenz. Angesichts der Münchner Dominanz stellt sich vielen Beobachtern die Frage, ob der Rekordmeister in dieser Saison den Durchmarsch schafft. "Klar wollen wir so lange wie möglich ungeschlagen bleiben. Aber am Ende zählt nur, dass wir Meister werden", beteuerte Boateng. Und Trainer Pep Guardiola wiegelte ab: "Das ist nicht unser Thema. Es geht um die Spielweise, die wollen wir verbessern."
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