Münchener Spieler genervt von den ultradefensiven Gegnern in der Liga - Warten auf Arsenal
Bayern freuen sich aufs Fußballspielen

Die Freude auf die Champions-League war beim FC Bayern München zu einem so frühen Saison-Zeitpunkt selten so groß wie im Moment. "Endlich wieder Fußball" - unter diesem Motto stehen die Auftritte in der Fußball-Königsklasse (am Mittwoch kommt Arsenal) für den deutschen Rekordmeister in dieser Spielzeit. Schließlich haben die Aufgaben der Über-Bayern auf nationaler Ebene derzeit wenig mit Fußball zu tun, zu destruktiv und defensiv stellen sich die Gegner dem bajuwarischen Starensemble in der Bundesliga entgegen. Die eigene Übermacht wird für die Münchener in der Heimat zur Last. "Wir haben wie eine Handball-Mannschaft spielen müssen", sagte Nationalspieler Jérôme Boateng nach dem 0:0 am Freitag in Frankfurt. "Wenn man sieht, wie Frankfurt sich hinten reingestellt hat, dann ist das natürlich kein schöner Fußballabend", klagte er.

Mit allen Mann am und im Strafraum verteidigten die Hessen vor 51 500 Zuschauern - und zwar von der ersten Minute an. Großteile des Spiels hielten sich bis auf Bayern-Keeper Manuel Neuer alle anderen 21 Spieler in der Hälfte der Gastgeber auf. "Jedes Wochenende steht man da und denkt, es geht nicht defensiver. Und dann kommt eine andere Mannschaft, die noch defensiver steht", sagte Kapitän Philipp Lahm mit einem süffisanten Lächeln.

Schon während der Partie in Frankfurt merkte man den Bayern an, wie sehr sie die ultradefensive Spielweise der Hausherren nervte. Bei jeder Kleinigkeit sprangen Betreuer und Ersatzspieler von der Bank auf, um sich über das Zeitspiel oder die eine oder andere Nickligkeit der Frankfurter zu beschweren.

Bayern-Coach Pep Guardiola wollte das nach der Partie aber nicht überbewerten. "Der Gegner kann spielen, wie er will. Wir müssen in der Lage sein, gut anzugreifen", sagte der Spanier. "Fußball ist nicht immer das, was man sich wünscht."
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