Münchner Bayern vor dem Aus
Basketball

Mailand.(dpa) Ein Sieg ist Pflicht, am besten mit acht Punkten Vorsprung: Der deutsche Basketball-Meister FC Bayern München will mit einem Erfolg bei Armani Mailand ein vorzeitiges Ende seiner Zwischenrunden-Ambitionen in der Euroleague verhindern. "Rechnerisch ist das unsere letzte Chance", sagte Spielmacher Heiko Schaffartzik vor der Partie am Mittwoch. "Wenn wir verlieren, sind wir draußen, wenn wir aber gewinnen, haben wir noch Chancen. Druck verspüren wir trotzdem nicht, denn ich glaube, dass wir uns gut vorbereitet haben."

Der deutsche Meister (1 Sieg, 6 Niederlagen, Tabellenplatz 5) könnte mit einem Sieg mit Mailand gleichziehen. Das Hinspiel hatten die Münchner 74:81 verloren, für die Gesamtabrechnung könnte auch der direkte Vergleich entscheidend sein.

Radsport

Kreuziger: Blutwerte öffentlich

Berlin.(dpa) Der mit Dopingvorwürfen konfrontierte tschechische Radprofi Roman Kreuziger geht in die Offensive. Auf seiner Webseite veröffentlichte der 28 Jahre alte Tinkoff-Saxo-Profi Daten seines biologischen Passes, um seine Unschuld zu beweisen.

"Ich bin niemals positiv getestet worden. Dennoch lebe ich seit anderthalb Jahren in Unsicherheit, ob ich die Leidenschaft meines Lebens und meine Karriere weiter verfolgen kann", erklärte der Fünfte der Tour de France 2013. "Ich verurteile Doping und Betrug im Sport. Deshalb sehe ich den biologischen Pass als exzellentes Mittel an. Aber es müssen klare Regeln für seine Anwendung geschaffen werden. Ansonsten ist der Pass nutzlos und kann dazu verwendet werden, jeden Fahrer auszuschließen", erklärte Contador-Helfer Kreuziger. Der Radsport-Weltverband UCI hatte Kreuziger Anfang August wegen Unregelmäßigkeiten seines Blutprofils vorläufig suspendiert.

Fußball

Fan-Tod: Vereine schließen Ultras aus

Madrid.(dpa) Der Tod eines spanischen Fußball-Fans bei schweren Krawallen hat zwei Tage nach der Tragödie erste Konsequenzen: Die Vereine der verwickelten Fans, Atlético Madrid und Deportivo La Coruña, gaben am Dienstag den endgültigen beziehungsweise zeitweiligen Ausschluss der Ultra-Gruppen bekannt.

Die Führung von Atlético teilte mit, die Gruppe "Frente Atlético" sei ab sofort nicht mehr der offizielle Fanclub des Vereins. Angehörigen der Organisation, die Mitglieder des Vereins seien, solle die Mitgliedschaft auf Lebenszeit gekündigt werden, hieß es. Deportivo will bei den nächsten beiden Heimspielen - am Mittwoch im Pokal gegen den FC Málaga und am Samstag im Liga-Duell gegen den selben Gegner - jene Tribüne "symbolisch schließen", die für die Ultras reserviert ist.

21 Fans, die nach den Krawallen festgenommen worden waren, wurden unterdessen am Dienstag dem Ermittlungsrichter in Madrid zum Verhör vorgeführt. Die Polizei legt ihnen unter anderem Beteiligung an einer Massenschlägerei sowie Widerstand gegen die Staatsgewalt zur Last. Eine Anzeige wegen Totschlags werde noch nicht erwogen, berichteten Medien.
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