Murray der Gegner - Djokovic trifft auf Gasquet
Federer zum zehnten Mal im Halbfinale

Roger Federer (Bild) besiegte am Mittwoch Gilles Simon klar in drei Sätzen. Damit zog der Schweizer in Wimbledon zum zehnten Mal ins Halbfinale ein. Dort trifft Federer am Freitag auf Andy Murray. Bild: dpa
Mit einem Jubiläumssieg ist Boris-Becker-Schützling Novak Djokovic in das Wimbledon-Halbfinale gestürmt und darf genau wie sein Trainer vom dritten Titel beim wichtigsten Tennisturnier der Welt träumen. Einen Tag nach dem 30-jährigen Jubiläum seines prominenten Coaches setzte sich der Weltranglisten-Erste gegen den kroatischen US-Open-Sieger Marin Cilic mit 6:4, 6:4, 6:4 durch. "Das war eine solide Leistung von mir", sagte der Titelverteidiger. Tags zuvor hatte er noch genau 30 Jahre nach dem ersten Wimbledon-Titel von Becker einen Fünf-Satz-Zittersieg nach 0:2- Satzrückstand gegen den Südafrikaner Kevin Anderson gefeiert.

Gasquet überrascht

Im Kampf um den Einzug ins Endspiel trifft Djokovic nach seinem 50. Sieg in Wimbledon und dem 650. Erfolg auf der Tour am Freitag überraschenderweise auf Richard Gasquet. Der Franzose vereitelte am Mittwoch durch seinen 6:4, 4:6, 3:6, 6:4, 11:9-Erfolg gegen den Schweizer Stan Wawrinka eine Neuauflage des French-Open-Endspiels.

Zuvor hatten Roger Federer und Andy Murray nach einem mehrstündigen Geduldsspiel mit zwei Regenunterbrechungen ihren Halbfinal-Gipfel perfekt gemacht. Federer ließ dem Franzosen Gilles Simon bei seinem 6:3, 7:5, 6:2 keine Chance. Nach nur 95 Minuten Spielzeit zog der 33 Jahre alte Schweizer zum zehnten Mal in das Halbfinale ein. Dort bekommt es der 17-malige Grand-Slam-Champion mit dem Olympiasieger und Titelträger von 2013 zu tun. Murray feierte mit dem 6:4, 7:5, 6:4 gegen Vasek Pospisil aus Kanada den 150. Sieg bei einem Grand Slam.

"Ich bin sehr glücklich"

"Ich bin sehr glücklich, es ins Halbfinale geschafft zu haben. Der Weg ist lang bis dahin", sagte Federer und betonte: "Aber ich fühle mich noch frisch und habe genug Energie im Tank für ein hoffentlich großartiges Match gegen Andy, und dann werden wir sehen." 12:11 führt der Schweizer noch im direkten Vergleich. Das bislang letzte Aufeinandertreffen gewann Federer im vergangenen Jahr bei der ATP-WM 6:0, 6:1. In Wimbledon entschied er 2012 das Finale für sich, drei Wochen später unterlag er Murray im Endspiel von Olympia.

Herren-Einzel: Viertelfinale

Novak Djokovic (Serbien/1) - Marin Cilic (Kroatien/9) 6:4, 6:4, 6:4; Roger Federer (Schweiz/2) - Gilles Simon (Frankreich/12) 6:3, 7:5, 6:2; Andy Murray (Großbritannien/3) - Vasek Pospisil (Kanada) 6:4, 7:5, 6:4; Richard Gasquet (Frankreich/21) - Stanislas Wawrinka (Schweiz/4) 6:4, 4:6, 3:6, 6:4, 11:9
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