Nach 1:3-Heimniederlage gegen Hoffenheim im Abstiegskampf
Alarm beim FC Augsburg

Enttäuschung beim FC Augsburg nach der erneuten Heimniederlage. Durch das 1:3 gegen Hoffenheim steckt das Überraschungsteam der letzten Saison im Abstiegskampf. Hier beugt sich Kapitän Paul Verhaegh zu Dominik Kohr und versucht diesen zu trösten. Bild: dpa
Am Ende eines gespenstischen Tages mochte Paul Verhaegh die traurige Realität beim FC Augsburg nicht beschönigen. "Wir sind im Moment im Abstiegskampf dabei", sagte der Kapitän nach der ebenso ärgerlichen wie unnötigen, aber auch typischen und damit alarmierenden 1:3 (1:1)-Heimniederlage gegen 1899 Hoffenheim.

Dem FCA droht im Jahr nach dem sensationellen Höhenflug bis in die Europa-League ein harter Absturz in der Fußball-Bundesliga. Der so erfahrene Manager Stefan Reuter sah sich angesichts des Abwärtssoges früh in der Saison zu ersten Beschwörungsformeln veranlasst. "Wir müssen zusammenstehen und geschlossen bleiben", mahnte Reuter.

Trainer Markus Weinzierl bräuchte gerade jetzt Zeit, um mit der Mannschaft auf dem Trainingsplatz an den verloren gegangenen Automatismen zu arbeiten und um die Fehlerquellen zu beheben. Aber im für den FCA ungewohnten Rhythmus mit sieben Spielen in drei Wochen muss sich Weinzierl noch bis Anfang Oktober gedulden. Am Donnerstag steigt die Heimpremiere im Europapokal gegen Partizan Belgrad, keine 72 Stunden später folgt das schwere Punktspiel in Leverkusen - "und dann ist Gott sei Dank Länderspielpause", bemerkte Weinzierl.

Draufhauen auf seine Spieler mochte er nicht nach einem Spiel mit 26:11 Torschüssen, 27:4 Flanken und 67 Prozent Ballbesitz. "Bis zur 65. Minute kann man der Mannschaft keinen Vorwurf machen", sagte der Coach.

Allein Ja-Cheol Koo nutzte beim Kopfball zum 1:1 eine der zahlreichen Möglichkeiten (38.). Und hinten führten schlimme Fehler wie etwa der von Jeong-Ho Hong beim Foulelfmeter zum 1:2 zu Gegentoren. Die brutal effektiven Hoffenheimer hatten bei ihrem ersten Saisonsieg in Kevin Volland (10./68.) das, was Augsburg fehlte: Einen Knipser! Das 3:1 von Jonathan Schmid (73.) bereitete der Nationalstürmer zudem wunderbar vor.
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