Nach 2:0 gegen Hertha BSC lässt es der FCB gut sein
Gnädige Bayern

Passend zu den deutschlandweiten Adventsbesuchen der Bayern-Stars bei den Fanclubs (siehe Bericht oben aus Nabburg) übte sich der designierte Herbstmeister in vorweihnachtlicher Bescheidenheit. Nach 42:4 Toren in den bisherigen zehn Heimspielen der Saison und festlichen Finanzzahlen am Vortag begnügten sich die Münchner im einseitigen Spitzenspiel gegen Hertha BSC mit einem 2:0. "Riesenkompliment, wir sind happy. Nach dem Besuch der Fanclubs ruhen wir uns ein bisschen aus und dann spielen wir nächste Woche in Gladbach", erklärte Sportvorstand Matthias Sammer nach der nächsten Bundesliga-Bestmarke des deutschen Fußball-Rekordmeisters.

Sammer "völlig wurscht"

40 Punkten nach 14 Spieltagen gab es noch nie. Unaufhaltsam streben die Münchner der 21. Hinrundenmeisterschaft entgegen - und in 17 von 20 Fällen davor waren sie am Ende wieder Champion. Das Etappenziel Herbstmeisterschaft sei ihm "völlig wurscht", wiegelte Sammer ab. "Herbstmeisterschaft können sie nirgendwo draufschreiben." Dass der 26. Meistertitel den Münchnern nicht mehr streitig zu machen sei, tat der Sportvorstand auch als "Quatsch" ab.

Unbezahlbar war im Ensemble wieder einmal Thomas Müller (34. Minute), der mit seinem 13. Saisontor seine persönliche Saisonbestleistung einstellte und vor dem 2:0 durch Kingsley Coman (41.) entscheidend den Weg ebnete. "Jetzt hat er seinen Rekord eingestellt. Ich hoffe, er stellt seine Spielweise jetzt nicht ein", flachste Philipp Lahm. Kein Wunder, dass die Münchner Ur-Bayer Müller abwerbungsimmun über den schon bis 2019 laufenden Vertrag hinaus an sich binden wollen. "Er ist ein absolutes Juwel für unseren Club", hob Sammer hervor.

Gar nicht zum Lachen war dem Torschützen kurz vor Spielende zumute, als er von einem auf das Feld gerannten Zuschauer umklammert wurde. "Das ist jetzt nicht der erste Flitzer", erklärte Müller, "natürlich ist es nicht unbedingt optimal, weil wenn irgendwann alle Zuschauer im Minutentakt aufs Feld laufen, haben wir keine Zeit mehr, Fußball zu spielen. Aber es ist nicht dramatisch."
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