Nach 3:3 bei Union Berlin sechs Spiele ohne Sieg
Club im Zwiespalt

Bei seinem ersten Zweitliga-Tor, dem Ausgleichstreffer zum 3:3 bei Union Berlin, wurde Jung-Profi Patrick Erras von seinen Kollegen Guido Burgstaller und Alessandro Schöpf fast erdrückt. Bild: dpa
Nach der Fußball-Achterbahnfahrt bei Union Berlin wünschte sich Spielmacher Alessandro Schöpf einmal mehr Beständigkeit im Auftreten des 1. FC Nürnberg. "Wir haben immer mal wieder Phasen, in denen wir richtig gut spielen und dann wieder Phasen, in denen wir weniger machen", wunderte sich der Österreicher nach dem 3:3 (1:1) am Samstag in der Hauptstadt. Es war das sechste Spiel der Franken in der 2. Fußball-Bundesliga ohne Sieg. "Das Wichtigste ist, dass wir Konstanz in unsere Leistungen bringen."

Daran hapert es unübersehbar beim FCN. "Wir haben gut angefangen und sind gut in die Partie reingekommen. Dann haben wir aber den Faden verloren", klagte Mittelfeldakteur Patrick Erras. "Nach der Pause kommen wir aus der Kabine und kriegen gleich den Doppelschlag. Das hat uns zugesetzt. Wir sind dann aber zurückgekommen, das war wichtig."

Vor 21 552 Zuschauern profitierten die Nürnberger zunächst von einem Eigentor Toni Leistners (5. Minute). Torwart Thorsten Kirschbaum brachte die Berliner dann unfreiwillig zurück ins Spiel. Der frühere Stuttgarter ließ einen Fernschuss von Christopher Trimmel prallen, Bobby Wood (21.) staubte ab. "Das Gegentor fiel dann aus dem Nichts, da haben wir den Gegner aufgebaut und dann letztlich auch den Faden verloren", kritisierte Club-Trainer René Weiler.

Nach der Pause gab Union den Ton an. Steven Skrzybski (54.) und Roberto Puncec (58.) ließen Coach Sascha Lewandowski in einem rasanten Duell erstmal durchschnaufen. Doch Schöpf (65.) mit einem Slalomlauf durch die Berliner Deckung und Erras (75.) mit seinem ersten Profitreffer wendeten den Rückschlag noch ab. Trotzdem blieb die Erkenntnis, dass derzeit die Defizite beim FCN überwiegen. . Der frühere Bundesligist findet keine Linie in seinem Spiel. Daran muss Weiler in der Länderspielpause arbeiten.
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