Nach einem TÜV-Gutachten in Deutschland nicht einsetzbar
Freistoßspray unzulässig

Die Einführung des von der Fußball-WM bekannten Freistoß-Sprays in der Bundesliga könnte sich verzögern. Nach Ansicht des TÜV Rheinland darf es wegen einer möglichen gesundheitlichen Gefährdung in der Bundesrepublik nicht benutzt werden. Der Weltverband Fifa will angesichts der Diskussionen um die Verträglichkeit für Mensch und Natur eigene Richtlinien aufstellen. Es sollen "Mindestvoraussetzungen für derartige Sprays definiert werden", wie ein Sprecher am Freitag auf dpa-Anfrage erklärte. Ziel sei es, "qualitativ hochwertige und sichere Fabrikate", etwa mit Blick auf Umweltfragen, "vom Rest unterscheidbar zu machen".

Demnächst sollen Informationsveranstaltungen für Produzenten von Freistoß-Sprays angeboten werden. Anschließend sollen die Hersteller ihre Produkte bei unabhängigen Testinstituten nach definierten Anforderungen testen lassen können. Erfolgreich geprüfte Produkte erhalten ein IFAB/FIFA-Gütesiegel und werden entsprechend empfohlen.

Der TÜV Rheinland bemängelte auch, dass der Treibgasanteil so hoch sei, dass eine Gefahrstoffkennzeichnung für hochentzündliche Produkte zwingend sei. Das dafür vorgeschriebene Flammensymbol fehle auf der Dose allerdings. "Das Produkt ist in seiner derzeitigen Form in Deutschland und der EU nicht verkehrsfähig", sagte TÜV-Sprecher Ralf Diekmann am Freitag in Köln.
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