Nach starkem 3:1 gegen Hoffenheim 17 Pflichtspiele ohne Niederlage
Gladbach bleibt Bayern-Verfolger

Die Gladbacher Patrick Herrmann (links) und André Hahn feiern den 3:1-Sieg. Bild: dpa
Sichtlich gerührt genoss Gladbachs Trainer Lucien Favre das Ständchen der begeisterten Fans zu seinem 57. Geburtstag. Die Borussia blieb durch das überzeugende 3:1 (2:1) am Sonntag im Verfolgerduell gegen 1899 Hoffenheim hartnäckiger Bayern-Gegner und baute ihre Erfolgsserie in dieser Saison auf 17 Pflichtspiele in Folge ohne Niederlage aus. Gleichzeitig egalisierte das Team damit die 1970/71 unter Trainer Hennes Weisweiler aufgestellte Vereinsbestmarke. Vor 52 409 Zuschauern war der überragende Doppel-Torschütze Patrick Herrmann (32./52.) an allen drei Toren beteiligt, André Hahn zeichnete für das 1:0 verantwortlich (12.). Anthony Modeste hatte bei der ersten Saisonpleite der TSG den Ausgleich markiert (30.). Die Borussia liegt in der Tabelle jetzt mit vier Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Bayern auf Platz drei.

Nach nur zwölf Spielminuten hatten die Borussen-Fans dank des rasanten Umschaltspiels ihrer Lieblinge allen Grund für Freudengesänge. Raffael bediente Weltmeister Christoph Kramer, der schickte Herrmann und dessen Flanke von der linken Seite in den Rücken der Abwehr veredelte Hahn mit seinem dritten Saisontreffer volley zum verdienten 1:0 (12.). Die Gladbacher waren von Beginn an besser im Spiel. Mit präzisem Direktspiel versuchten sie die Gäste immer wieder zu überraschen. Vom Angstgegner Hoffenheim, gegen den Gladbach in den vergangenen 15 Pflichtspielen nur zweimal gewonnen hatte, war kaum etwas zu sehen. Erst nach 20 Minuten bekam die TSG etwas mehr Zugriff auf diese Partie, begünstigt durch einige Leichtsinnsfehler in der hoch stehenden Defensive der Gladbacher. Julian Korb bekam den Ball nicht weg, Roberto Firminho und Steven Zuber setzten Modeste in Szene, und der Franzose verwertete gleich die erste echte Gästechance zum Ausgleich (30.) - erst das fünfte Gegentor für VfL-Keeper Yann Sommer. Aber nur 120 Sekunden später sorgte eine Co-Produktion des pfeilschnellen Hahn mit Herrmann für die Pausenführung (32).

Auch nach dem Wechsel sahen die Zuschauer eine technisch ansprechende Partie - und drückend überlegene Gladbacher. Die Kraichgauer liefen oft hinterher, offensiv fanden sie fast nicht mehr statt. Nach einem Freistoß des Norwegers Havard Nordtveit ließ Hoffenheims Keeper Oliver Baumann den Ball nach vorne abprallen - Herrmann staubte mühelos ab (52.). Lediglich Nachlässigkeiten im Abschluss verhinderten einen höheren Erfolg. Raffael knallte den Ball aus aussichtsreicher Position nur an die Latte (59.). Nach knapp einer Stunde nahm das Team von Favre etwas das Tempo raus, um auch für die dritte englische Woche in Folge gerüstet zu sein.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8194)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.