Nächste Bühne für den Tor-König

Robert Lewandowski (rechts) ist derzeit nicht zu halten, auch nicht von den eigenen Teamkollegen (links Thomas Müller). Der Bayern-Stürmer, der derzeit trifft, wie er will, soll auch gegen Zagreb für einen sicheren Sieg sorgen. Bild: dpa

Tor-Rekord gegen Wolfsburg, Treffer-Kunststück gegen Mainz - jetzt freut sich Robert Lewandowski auf die Champions-League. Auf dem Weg zum Gruppensieg soll das seit einem Jahr ungeschlagene Team von Dinamo Zagreb am Dienstag bezwungen werden.

Den prachtvollen Liga-Festtagen will Tor-König Robert Lewandowski die nächste Gala auf Europas großer Fußball-Bühne folgen lassen. Nur Platz eins zählt in der Champions-League für den FC Bayern - und nach dem 3:0 bei Olympiakos Piräus peilt die Rekordmeistertruppe um den Dauertorjäger auch drei Punkte im ersten Heimspiel der neuen Königsklassen-Saison an.

"Wenn du dich für das Achtelfinale qualifizieren willst, musst du zu Hause deine drei Spiele gewinnen", sagte Pep Guardiola am Montag. Der Bayern-Trainer setzt auch gegen das seit fast einem Jahr unbesiegte Team von Dinamo Zagreb auf Tor-Maschine Lewandowski. "Er war der Key-Spieler in unseren letzten zwei Spielen. Ich hoffe, er kann diese große Serie am Dienstag fortsetzen."

Fünf Tore am Rekord-Abend gegen den VfL Wolfsburg, zwei weitere Treffer und der Aufstieg in den Bundesliga-Club der 100er gegen Mainz - jetzt kann Lewandowski seinen Ruf als weltbester Mittelstürmer im internationalen (Flut-)Licht unterstreichen. "Wir haben jetzt zwei sehr wichtige Spiele vor uns - erst in der Champions-League und am Sonntag gegen den BVB. Wir wollen beide Spiele gewinnen, aber wir müssen Gas geben", sagte der Kapitän der polnischen Nationalmannschaft.

"Unser Ziel ist ganz klar, Gruppenerster zu werden", hob Kapitän Philipp Lahm unmissverständlich hervor. Mit einem Dreier wollen sich Lewandowski & Co. auch für den jährlichen Wiesn-Besuch des Teams am Mittwoch in Stimmung bringen.

23 Champions-League-Tore bei 41 Spielen stehen in Lewandowskis Statistik, besser trafen aus der Bundesliga nur Thomas Müller (30 Tore) und Mario Gomez (26). Bis zu Tor-Giganten wie Cristiano Ronaldo (80) und dem aktuell verletzten Lionel Messi (77) sind das allerdings Welten.

Den nächsten Bundesliga-Gegner Dortmund haben die Bayern nach ihrem imposanten Startrekord mit 21 Punkten und plus 20 Toren trotz mahnender Worte Guardiolas im Hinterkopf. Erstmal müssen aber die seit November 2014 und 45 Pflichtspielen unbesiegten Kroaten für einen perfekten Gruppenstart geschlagen werden. "Das ist beeindruckend, aber es wird Zeit, dass eine Niederlage kommt", sagte Abwehrchef Jérôme Boateng.

Warnung soll das überraschende 2:1 von Zagreb gegen den FC Arsenal am ersten Spieltag sein. "Die haben gegen Arsenal gewonnen, aber wir wollen natürlich gewinnen und auf dem ersten Platz bleiben. Dazu gehört ein Heimsieg", forderte Boateng. Er erhielt am Wochenende eine mehr als einstündige Verschnaufpause, am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) will er wieder auf dem Rasen stehen. Weiter nicht diensttauglich sind dagegen Arjen Robben und Franck Ribéry. Arturo Vidal fällt wegen Knieproblemen voraussichtlich auch aus. Auf den Außenbahnen dürften der schnelle Douglas Costa und Piräus-Doppeltorschütze Müller gegen die Kroaten zum Einsatz kommen.
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