Nächster WM-Titel

U18-Weltmeister Paul Sommer lässt sich sowohl die Goldmedaille für seinen Sieg im Sprint, als auch Bronze für Platz 3 im Tandem umhängen. Bild: hfz

Zwei Medaillen an einem Tag: Diesen Traum erfüllte sich die deutsche Kegel-Hoffnung Paul Sommer bei den heutigen Titelkämpfen der U18 in der Speichersdorfer Sportarena.

Speichersdorf. Am Vormittag stand Sommer vom TSV Gisperleben bereits an der Seite von Anne Tonat im Tandem-Mixed-Wettbewerb auf der Bahn und ergatterte für die deutsche Mannschaft eine weitere Bronzemedaille. Am Abend sorgte er mit einer sensationellen Leistung für noch größere Jubelstürme bei den zahlreichen deutschen Fans in der gut gefüllten Wettkampfstätte.

In einem nicht mehr für möglich gehaltenen Finale setzte sich Sommer hauchdünn gegen seinen starken Kontrahenten Petr Hendrych durch. Nach Satzgleichheit musste der Sudden Victory entscheiden. Nach den ersten beiden Würfen sah es nach einem deutlichen Sieg für den Tschechen aus, doch nach einer Vier im letzten Schub konnte Sommer ausgleichen. Nochmals drei Schübe gab es oben drauf und da bewies der Deutsche Nerven wie Drahtseile. 41:34 stand es am Ende nach den insgesamt sechs Schüben im Sudden Victory. Der Jubel kannte keine Grenzen mehr. Auch nicht bei Oskar Huth, der als zweiter deutscher Starter in den Sprintwettbewerb ging. Nach zunächst starken Leistungen, die ihn in der ersten Runde mit 218 Kegeln nahe an den aktuellen Sprint-Weltrekord führte, musste er sich im Viertelfinale ebenfalls im Sudden Victory dem späteren Finalisten aus Tschechien beugen. Die beiden dritte Plätze belegten Luka Dakic aus Bosnien und Corentin Rauscher aus Frankreich.

Die drei weiblichen Starterinnen waren am Nachmittag weniger treffsicher als ihre männlichen Teamkameraden. Raphaela Dietl scheiterte bereits in der ersten Runde an der Polin Julia Brodiszewska. Ebenfalls in Runde eins Endstation war für die Regensburgerin Jennifer Petrik, die im Sudden Victory mit 20:14 gegen Eniko Nemeth aus Ungarn unterlag. Die dritte Deutsche im Bunde erfüllte ihre Aufgabe zunächst besser als ihre Teamkolleginnen: Tanja Bayer (SG Siemens München Ost) warf in der ersten Runde die Slowenin Katja Znidarsic aus dem Wettbewerb. In der zweiten Runde musste aber auch die letzte im Wettbewerb verbliebene DKBC-Starterin die Segel streichen.

Am Mittwoch finden die U18-Weltmeisterschaften mit dem Einzel der Juniorinnen und Junioren schließlich ihren Abschluss.
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