Neuer Sportvorstand legt los

Kräftiger Händedruck, der eine erfolgreiche Zusammenarbeit besiegeln soll. Andreas Bornemann (links), neuer Sportvorstand beim Fußball-Zweitligisten 1. FC Nürnberg, wurde vom Aufsichtsratsvorsitzenden Thomas Grethlein vorgestellt. Bild: dpa

Der "Wunschkandidat" hat seine Arbeit als Sportvorstand beim 1. FC Nürnberg aufgenommen. Andreas Bornemann soll den Club wieder erstligareif machen.

Andreas Bornemann hat seine Arbeit beim Fußball-Zweitligisten 1. FC Nürnberg mit großem Enthusiasmus angetreten. "Ich freue mich riesig auf die Aufgabe bei diesem Traditionsverein", sagte der 44 Jahre alte Ex-Profi bei seiner offiziellen Vorstellung am Donnerstag. Der Nachfolger von Martin Bader, der zum 1. Oktober neuer Geschäftsführer beim Bundesligisten Hannover 96 wird, trete seinen Job mit "klaren Vorstellungen" an, hob der Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Grethlein hervor: "Er war, das kann man so sagen, unser Wunschkandidat."

In Nürnberg soll Bornemann gelingen, was ihm bereits bei seiner erfolgreichen Manager-Tätigkeit von 2002 bis 2007 bei seinem Stammverein SC Freiburg geglückt war - der Aufstieg in die Bundesliga. Wenn er sich dieses Ziel nicht setzen würde, "wäre ich hier fehl am Platz", sagte Bornemann. Es könne aber nicht "alles auf Knopfdruck" funktionieren, sagte er zugleich. "Mit Kontinuität steigt die Chance auf Erfolg", meinte Bornemann: "Wichtig wird sein, die Kräfte im Verein, die da sind, zu bündeln und dann in eine Richtung zu lenken."

Trainer René Weiler begrüßte die Anstellung von Bornemann. "Ich bin froh, dass wir wieder eine Orientierungsperson haben", sagte der Schweizer. Der "Club" hat in seiner Führungsriege einen kompletten Schnitt vollzogen. Am Mittwoch hatte man sich auch noch von Wolfgang Wolf getrennt, dem bisherigen Leiter der Fußballabteilung. Vor Bornemann hatte zu Beginn des Monats bereits der ebenfalls 44 Jahre alte Michael Meeske sein Amt als Vorstand für Verwaltung, Marketing und Finanzen angetreten.

"Die Mission des Aufsichtsrates ist abgeschlossen. Wir hatten einen Transformationsprozess begonnen und haben die zwei hauptamtlichen Vorstände ausgetauscht. Wir sind glücklich, eine hervorragende Auswahl getroffen zu haben", sagte Aufsichtsratschef Grethlein.

Dritter Sieg in Serie?

Jetzt soll es natürlich bei den Franken auch sportlich weiter aufwärts gehen. Nach dem 3:0-Sieg beim 1. FC Kaiserslautern warnt Guido Burgstaller seine Teamkollegen allerdings vor Überheblichkeit. "Wir wissen, dass wir zu Hause stark sind, aber wir dürfen jetzt nicht denken, dass wir die Könige sind und müssen auf dem Boden bleiben", sagte der Österreicher mit Blick aufs nächste Heimspiel gegen Arminia Bielefeld am Freitag (18.30 Uhr). Fehlen werden beim Club dann weiter Jürgen Mössmer (Knorpelschaden im Knie) und Sebastian Kerk (Adduktorenprobleme). Viel spricht dafür, dass Trainer René Weiler dieselbe Startformation wie zuletzt am Dienstagabend in Lautern ins Rennen schicken wird.

Den Franken war in der Pfalz der erste Auswärtssieg seit 212 Tagen in der 2. Fußball-Bundesliga gelungen, dadurch hat das Team wieder Tuchfühlung zur Tabellenspitze aufgenommen. Nach zwei Siegen in Serie blicken die Verantwortlichen der nächsten Aufgabe zuversichtlich entgegen. "Ich habe prophezeit, dass wir Zeit brauchen. Wir werden jetzt von Spiel zu Spiel stabiler. Aber ich messe das nicht an den Resultaten, sondern an den Auftritten", sagte Weiler am Mittwoch. "Es ist schön, dass der Aufwärtstrend, der ersichtlich sein musste, nun auch zu sehen ist. Aber der Fußball ist schnelllebig, das kann morgen schon wieder anders ausseh

Kutschkes Klage

Aber es gibt auch schon wieder Ärger beim Traditionsverein. Angreifer Stefan Kutschke hat den Zweitligisten verklagt und wehrt sich damit per einstweiliger Verfügung gegen die Degradierung in die 2. Mannschaft.
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