Neymar fliegt nach Hause

Den glanzlosen Triumph Brasiliens verfolgte Neymar in der letzten Reihe der VIP-Tribüne. Im Trainingsanzug und mit einer dunklen Wollmütze über den Ohren schaute der für vier Spiele gesperrte Superstar auf den 2:1-Sieg seines Teams gegen Venezuela. Wenige Stunden später verabschiedete sich der 23-Jährige von der Copa América und flog zurück in die Heimat. "Nur zum Training hierzubleiben würde mich innerlich umbringen", sagte der Angreifer des FC Barcelona in Santiago de Chile vor dem Flug nach Sao Paulo. "Es ist für mich das beste zu gehen. Für mich ist die Copa vorbei, da gibt es keinen Grund mehr zu bleiben."

Seine Sperre hatte der Ausnahmekönner da schon akzeptiert. Nach einer nächtlichen Sitzung in einem Hotel in Santiago de Chile waren sich Neymar und Brasiliens Verband CBF relativ schnell einig gewesen. Das Aus Neymars bei der Copa América ist damit endgültig. Nach dem Sieg im dritten Gruppenspiel muss die Seleção auch im Viertelfinale am Samstag gegen Paraguay auf ihren Kapitän verzichten.

Gegen Venezuela spielte Brasilien zwar überlegen, musste nach dem späten Anschlusstreffer durch Miku (84. Minute) aber noch mal zittern. Nach Treffern von Thiago Silva (9.) und dem Noch-Hoffenheimer Roberto Firmino (51.) verpasste es die Mannschaft von Trainer Carlos Dunga, für klare Verhältnisse zu sorgen.
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