Nordische Kombination: Flossenbürger Frenzel auch in Japan nicht zu schlagen
Erics Grüße aus dem Biergarten

Bei einem gemütlichen Abendessen in einer japanischen Bier-Bar stieß Eric Frenzel mit seinen Teamkollegen auf das grandiose Weltcup-Wochenende in Sapporo an. Mit dem fünften Sieg in Serie und dem insgesamt siebten Saisonerfolg setzte der Olympiasieger in der Nordischen Kombination am Samstag seinen beeindruckenden Triumphzug fort und schwang sich knapp vier Wochen vor den Weltmeisterschaften in Falun endgültig zum großen Gold-Favoriten auf. Entsprechend gut gelaunt schickte der 26-Jährige vor dem Rückflug am Sonntag via Facebook Grüße in die Heimat. "Unseren letzten Abend in Sapporo haben wir mit einem schönen gemeinsamen Abendessen im #SapporoBierGarten gekrönt! Herrlich war's!", schrieb Frenzel.

Dem Flossenbürger kann sportlich derzeit niemand das Wasser reichen. Nach seinem Durchmarsch beim Seefeld-Triple ließ sich Frenzel auch bei seiner erstmaligen Rückkehr nach Sapporo, wo er 2007 als 18-Jähriger sein WM-Debüt gegeben hatte, nicht vom Siegerpodest schubsen. "Ich bin natürlich sehr froh, heute wieder ganz oben stehen zu dürfen. Es war wieder ein sehr schönes Wochenende für mich mit zwei tollen Wettbewerben und eine grandiose Erfahrung, hier gewesen zu sein", sagte Frenzel.

Nach einem Sprung und dem 10-Kilometer-Langlauf hatte der Wahl-Oberpfälzer 1,8 Sekunden Vorsprung auf Lokalmatador Akito Watabe. Dritter wurde Taylor Fletcher aus den USA (+3,5). Aus dem deutschen Team, das erstmals seit Jahren wieder in Bestbesetzung nach Japan gereist war, überzeugten auch der Oberstdorfer Johannes Rydzek als Sechster und Manuel Faißt (Baiersbronn) auf Rang neun.

Ein sehr guter Sprung

Den Grundstein für seinen Erfolg legte Frenzel bereits auf der Schanze. Er sprang wie der junge Österreicher Fabian Steindl 138 Meter weit, ging aber wegen höherer Punktabzüge mit 26 Sekunden Rückstand als Zweiter in die Loipe. "Der Sprung war sehr gut. Ich bin sehr glücklich, dass es auf der Schanze funktioniert hat", meinte Frenzel. In der Loipe hatte er dann das größte Stehvermögen und startete kurz vor Schluss die entscheidende Attacke. "Ich konnte das Rennen behutsam angehen und Kraft sparen. Am Ende hatte ich den Push, um dagegenzuhalten", erklärte Frenzel.
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