Nordische Kombination
Frenzel besiegt den Fluch

Und noch ein Pokal für die Vitrine in Flossenbürg: Eric Frenzel gewann am Samstag den Schwarzwald-Pokal. Erstmals seit 29 Jahren war wieder ein Deutscher erfolgreich. Bild: dpa

Die deutschen Kombinierer sind erneut beste Mannschaft des Weltcups. In Schonach gewinnen sie zum vierten Mal den Nationencup. Eric Frenzel beendet zuvor eine 29 Jahre alte Serie.

Schonach. Die deutschen nordischen Kombinierer haben zum Weltcup-Saisonabschluss alle Ziele erreicht. Sie brachen den Schonach-Bann und setzten die seit 2013 andauernde Siegesserie im Nationencup fort. Nach 29 Jahren ohne deutschen Sieg gewann der Gesamtweltcupsieger Eric Frenzel am Samstag in Schonach erstmals den Schwarzwaldpokal.

Der Erfolg des Olympiasiegers aus Flossenbürg stand aber erst nach dem Protest gegen Magnus Krog fest. Der Norweger war zwar als Erster ins Ziel gestürmt, wurde aber disqualifiziert, weil er Frenzels Spur in der Zielkurve gekreuzt und so den dreimaligen Weltmeister behindert hatte.

Beim Saison-Finale am Sonntag mit zwei Sprüngen und den Lauf über 15 Kilometer wurde Lokalmatador Fabian Rießle aus Breitnau Zweiter hinter dem Norweger Joergen Graabak. Der Oberstdorfer Johannes Rydzek landete auf dem sechsten Platz. Frenzel kam in seinem 150. Weltcuprennen auf Platz acht.

"Auch wenn's bitter für Krog ist, bin ich froh über die Jury- Entscheidung am Samstag. Bei einem so klaren Regelverstoß muss durchgegriffen werden, sonst nehmen die unfairen Attacken immer mehr zu", begrüßte Cheftrainer Hermann Weinbuch das Urteil. Er machte auch einen Vorschlag, wie man die Regeln verbessern könnte. "Sportlich fairer wäre es gewesen, wenn man Krog auf Platz zwei zurückgestuft und nicht disqualifiziert hätte. Nachdenken sollte man auch über Zeitstrafen und Gelbe Karten."

Eric Frenzel hatte sich vor der Jury-Entscheidung schon mit dem zweiten Platz abgefunden. "Magnus ist sehr stark gelaufen, aber er hat mich behindert und mir den Schwung genommen, was ein paar Meter gekostet hat. Trotzdem fühlte ich mich auf der Zielgeraden noch stark genug und habe mich über die Zehntelsekunde Rückstand geärgert", sagte er.

Frenzel sammelte bei seinem vierten Weltcup-Gesamtsieg in Serie mit 1389 Zählern so viele Punkte wie nie zuvor ein Kombinierer. Das brachte ihm 102 700 Euro Preisgeld ein. Zudem stellte der 27 Jahre alte Ausnahmekönner mit acht Saisonsiegen eine neue Bestmarke auf.
Bei einem so klaren Regelverstoß muss durchgegriffen werden, sonst nehmen die unfairen Attacken immer mehr zu.Bundestrainer Hermann Weinbuch nach der Disqualifikation von Magnus Krog
Weitere Beiträge zu den Themen: Nordische Kombination (17)Schwarzwaldpokal (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.