Norwegen anderes Kaliber

Zehnmal durften die deutschen Fußball-Frauen zum WM-Auftakt gegen die Elfenbeinküste jubeln. Nach dem 10:0-Kantersieg ist eine Diskussion entbrannt, ob 24 Teilnehmer zu viel sind und damit die Qualität der Welttitelkämpfe verwässert wird. In dieser Szene gratulieren die Ambergerin Sara Däbritz (links) und Lena Gößling (Mitte) der Torschützin zum Endstand, Alexandra Popp. Bild: dpa

Der Respekt der DFB-Elf vor der Elfenbeinküste war groß, erwies sich aber als unbegründet. Die deutsche Torfabrik lief beim 10:0 zum WM-Start auf Hochtouren. Der nächste Gegner ist nun sicher stärker.

Schon im Duell mit Norwegen erwartet die DFB-Frauen eine ganz andere Herausforderung. "Wir wissen, dass es gegen Norwegen schwerer wird", warnte Spielführerin Nadine Angerer nach dem 10:0-Kantersieg gegen den völlig überforderten WM-Neuling Elfenbeinküste. "Es war ein perfekter Start, da gibt es nichts zu meckern. Wir hatten die Elfenbeinküste viel besser eingestuft", meinte Bundestrainerin Silvia Neid.

Es hätten gar noch mehr Tore fallen können, am Ende wackelte der Rekordsieg bedenklich. Zum WM-Start in China am 10. September 2007 hatte die DFB-Elf in Shanghai Argentinien mit 11:0 weggefegt und später den zweiten Titel - sogar ohne Gegentor im ganzen Turnier - eingefahren. Wie Celia Sasic gelang der spielfreudigen Anja Mittag ein Dreierpack. Die übrigen Tore steuerten die eingewechselte Ambergerin Sara Däbritz, die ihr erstes Länderspieltor gebührend bejubelte, sowie Melanie Behringer und Alexandra Popp per Freistoß bei.

Jede Menge Begeisterung gab es nach dem grandiosen Start auch im Lager der Männer-Nationalmannschaft, die sich in Köln vor dem Länderspiel gegen die USA traf. "Gratulation. Wir drücken auf jeden Fall die Daumen, dass sie den Titel zurück nach Deutschland holen", sagte Lukas Podolski. Und Kapitän Bastian Schweinsteiger ergänzte: "Die Frauen haben sehr gut gespielt. Viel Glück."

Im zweiten Gruppenspiel gegen die Norwegerinnen am Donnerstag (22.00 Uhr MESZ) geht es in Ottawa praktisch schon um den Gruppensieg.
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