Nürburgring im Kalender

Jede Menge heiße Positionskämpfe auf der Asphaltpiste wird es auch 2015 auf dem Nürburgring geben. Die Rennstrecke in der Eifel lädt am 19. Juli zum Großen Preis von Deutschland. Bild: dpa

Der Motorsport-Weltrat hat für eine Überraschung gesorgt: In der kommenden Saison soll Südkorea in den Rennkalender zurückkehren. Damit würde es so viele Saisonläufe wie noch nie geben. Doch es bleiben Zweifel.

Mit der Rekordzahl von 21 Rennen soll in der kommenden Saison der Formel-1-Weltmeister ermittelt werden. Neben Rückkehrer Mexiko nahm der Motorsport-Weltrat am Mittwoch in Doha überraschend auch Südkorea wieder in den WM-Kalender auf. Allerdings muss der Lauf am 3. Mai noch bestätigt werden. Offen blieb zunächst auch, ob wieder auf dem abgelegenen Kurs in Yeongam oder sogar auf einer neuen Strecke in der Nähe der Hauptstadt Seoul gefahren werden soll.

Der Termin nur eine Woche vor dem Europa-Auftakt in Barcelona weckte zudem Zweifel, ob alle Teams den enormen logistischen Aufwand bewältigen können - und wollen. Plant Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone mehr als die vertraglich vereinbarten 20 Grand Prix, muss er die Zustimmung der Rennställe einholen. Es scheint daher möglich, dass das Rennen in Südkorea kurzfristig wieder aus dem Kalender verschwindet.

Endgültig sicher ist dagegen das Comeback von Mexiko nach 23 Jahren Pause. Am 1. November soll wieder im Autodromo Hermanos Rodriguez gefahren werden. Gastgeber für den Auftakt ist erneut Melbourne mit dem Australien-Grand-Prix am 15. März. Das Deutschland-Rennen ist für den 19. Juli angesetzt, als Austragungsort ist bislang der Nürburgring vorgesehen. Den Zuschlag für das Finale erhielt erneut Abu Dhabi. Der letzte Saisonlauf soll am 29. November stattfinden.

Die doppelten Punkte beim Finale werden nach nur einem Versuch wieder abgeschafft. Im 19. und letzten Saisonrennen dieses Jahres in Abu Dhabi erhielt Sieger Lewis Hamilton 50 statt der üblichen 25 Zähler. Auch für die Plätze zwei bis zehn gab es doppelte Punkte. Dies war allgemein als Wettbewerbsverzerrung kritisiert worden. Gar nicht erst eingeführt wird 2015 die schon beschlossene Regel, nach einer Safety-Car-Phase stehend zu starten. Die Piloten hatten Sicherheitsbedenken geäußert. Stattdessen wird es ein virtuelles Safety-Car geben. Dabei können die Fahrer bei Gefahr auf elektronischem Weg eingebremst werden.

Nur mit Führerschein

Verschärft wurden die Regeln zur Erteilung der Formel-1-Lizenz für junge Piloten. Von 2016 müssen Fahrer mindestens 18 Jahre alt und im Besitz eines Führerscheins sein, um die sogenannte Superlizenz zu erhalten. Zudem müssen die Jungpiloten mindestens zwei Jahre Erfahrung im Nachwuchs-Formelsport und bestimmte Resultate vorweisen.
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